Merlischachen SZ: Swiss-Chalet: Chef droht mit Schliessung
Aktualisiert

Merlischachen SZSwiss-Chalet: Chef droht mit Schliessung

Das Bundesgericht verlangt, dass die Sonnenstoren im Schloss-Hotel Swiss-Chalet zurückgebaut werden. Der Besitzer weigert sich und droht gar mit Schliessung.

von
Daniela Gigor
Das Bundesgericht hat entschieden: Die Sonnenstoren des Swiss-Chalet müssen zurückgebaut werden.

Das Bundesgericht hat entschieden: Die Sonnenstoren des Swiss-Chalet müssen zurückgebaut werden.

Joseph Seeholzer, Inhaber des Schloss-Hotels Swiss-Chalet in Merlischachen, ist frustriert: Laut einem Bundesgerichtsentscheid muss er eine Sonnenschutz-Konstruktion, die er vor drei Jahren anbrachte, per 31. Oktober 2010 abbauen und den früheren Zustand wiederherstellen.

Dieser Anordnung will sich Seeholzer vehement widersetzen: «Die Storen werden nicht entfernt, sonst geht das Chalet zu», droht er. Damit würden 75 Personen in den renommierten Häusern ihre Stelle verlieren.

Laut Seeholzer würde ein Rückbau dem Geschäft massiv schaden: «Heute verlangen die Gäste im Sommer, dass sie auch bei Regen im Freien sitzen können», sagt er. Gegen den Küssnachter Bezirksrat erhebt er schwere Vorwürfe: «Sitzungen wurden kurzfristig abgesagt und Antworten auf ungefähr zehn eingeschriebene Briefe sind bis heute ausstehend.»

Dem widerspricht Bauchefin und Bezirksrätin Carole Mayor: «Wir haben während der vergangenen vier Jahre immer wieder Lösungen mit Herrn Seeholzer gesucht.» Er habe aber erst nach der Erstellung der Storen ein Baugesuch eingereicht, das abgelehnt worden sei.

Eine Schliessung der Häuser würde Mayor bedauern, sagt aber: «Dennoch muss das Amt das Baureglement und das übergeordnete Recht einhalten.» Obwohl sie noch auf eine gute Lösung für alle Beteiligten hofft, müsste der Bezirksrat als letzte Massnahme den Abriss der Anlage in Auftrag geben.

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