02.08.2020 01:25

Coronavirus

Swiss-Crews verweigern Flüge

Aus Angst, sich mit dem Virus anzustecken, wenn der Flug in ein Risikogebiet führt, tritt vermehrt Kabinenpersonal seinen Dienst nicht an. Das erlaubt den Mitarbeitern der Gesamtarbeitsvertrag.

von
Yasmin Rosner
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Die Swiss fliegt derzeit auch in Länder, die zu Risiko-Ländern zählen. (Archivbild)

Die Swiss fliegt derzeit auch in Länder, die zu Risiko-Ländern zählen. (Archivbild)

keystone-sda.ch
Bei Flügen in solche Länder kann das Kabinenpersonal den Dienst verweigern. (Symbolbild)

Bei Flügen in solche Länder kann das Kabinenpersonal den Dienst verweigern. (Symbolbild)

KEYSTONE
Die Maschinen der Swiss werden vor dem Abflug gereinigt. (15. Juni 2020)

Die Maschinen der Swiss werden vor dem Abflug gereinigt. (15. Juni 2020)

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Darum gehts

  • Vermehrt verweigert das Kabinenpersonal der Swiss Flüge in Corona-Risikogebiete.
  • Man habe Angst, sich mit dem Virus anzustecken.
  • Eine Klausel im Gesamtarbeitsvertrag erlaubt dies den Mitarbeitern.

Bei der Fluggesellschaft Swiss haben sich in den vergangenen Wochen deutlich mehr Flight Attendants aus Furcht von einem Flug abgemeldet. Das bestätigt Sandrine Nikolic-Fuss, Präsidentin der Kabinenpersonal-Gewerkschaft Kapers, gegenüber der «SonntagsZeitung» (Bezahlartikel).

Seit 2015 erlaubt der Gesamtarbeitsvertrag dem Swiss-Kabinenpersonal, den Dienst auf gewissen Strecken aus Angst zu verweigern, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Im Vertrag steht, wer sich aufgrund der psychischen und persönlichen Belastung vor einem Einsatz in einem Krisengebiet fürchte, könne sich vom Flug abmelden. Es braucht dazu bloss ein persönliches Gespräch mit dem Vorgesetzten. Dieser Passus wird nun, wo an vielen Destinationen die Corona-Fallzahlen steigen, deutlich mehr in Anspruch genommen als noch vor der Krise.

Doch nicht nur Länder in Risikogebiete schreckt manche Mitarbeiter ab, ihre Arbeit anzutreten. Auch die Quarantäne-Regeln an gewissen Destinationen sind Grund für eine Verweigerung. So schreibt die Zeitung, dass man beispielsweise in Shanghai das Hotelzimmer nicht verlassen dürfe und für den Aufenthalt von mehr als 24 Stunden nur eine Mahlzeit vom Hotelpersonal bekommen würde. Man könne allerdings ein Verpflegungspaket anfordern, das Economy-Passagiere erhalten würden.

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Quarantäne-Liste

Für Rückkehrer aus den folgenden Ländern gilt die Quarantäne-Pflicht:

Argentinien
Armenien
Aserbaidschan
Bahrain
Besetztes Palästinensisches Gebiet (gilt seit dem 23. Juli)
Bolivien
Bosnien und Herzegowina (gilt seit dem 23. Juli)
Brasilien
Cabo Verde
Chile
Costa Rica (gilt seit dem 23. Juli)
Dominikanische Republik
Ecuador (gilt seit dem 23. Juli)
El Salvador (gilt seit dem 23. Juli)
Eswatini (Swasiland) (gilt seit dem 23. Juli)
Guatemala (gilt seit dem 23. Juli)
Honduras
Irak
Israel
Katar
Kasachstan (gilt seit dem 23. Juli)
Kirgisistan (gilt seit dem 23. Juli)
Kolumbien
Kosovo
Kuwait
Luxemburg (gilt seit dem 23. Juli)
Malediven (gilt seit dem 23. Juli)
Mexiko (gilt seit dem 23. Juli)
Moldau
Montenegro (gilt seit dem 23. Juli)
Nordmazedonien
Oman
Panama
Peru
Russland
Saudiarabien
Serbien
Südafrika
Suriname (gilt seit dem 23. Juli)
Turks- und Caicos-Inseln
Vereinigte Arabische Emirate (gilt seit dem 23. Juli)
Vereinigte Staaten von Amerika (inklusive Puerto Rico und US Virgin Islands)

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60 Kommentare
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Martial2

03.08.2020, 13:44

Man kann aus X-Gründe seinen Arbeitsplatz nicht antreten, aber dies nur mit der Zustimmung des Arbeitgebers. Es muss ein plausibler Grund dafür sein!

Nele

03.08.2020, 01:42

Ich kann das verstehen , denn das hin und her der Informationen verunsichert auch mich.... zuerst heißt es Masken nützen nichts, jetzt ist in den öv Maskenpflicht, Kinder seien nicht ansteckend oder Träger, nun doch, schwangere Frauen seien nicht gefährdet nun gehören sie evt zur Risikogruppe? 😳🤷🏻‍♀️, es ist schwer einen kühlen Kopf zu bewahren, mir macht das Angst und die stetig ändernden Informationen verunsichern mich sehr 🥺 und die steigenden Fallzahlen noch mehr....

Sonntagsgedanken

02.08.2020, 05:18

Wie konnte sich das Coronavirus von China weltweit verbreiten? Richtig, durch globalen Massentourismus und Vielfliegerei. Es wird Zeit mit diesem Quatsch endlich aufzuhören.