Aktualisiert 20.06.2019 14:33

KlimadebatteSwiss droht mit massivem Abbau von Strecken

CO2-Besteuerungen und Betriebseinschränkungen bedrohen die Flugbranche. Die Swiss legt nun konkret dar, wie sie eine Zukunft mit solchen Sanktionen sieht.

von
doz
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Reisen mit dem Flugzeug gerät immer mehr in die Kritik.

Reisen mit dem Flugzeug gerät immer mehr in die Kritik.

Keystone/Christian Beutler
Nun drohen CO2-Besteuerungen und Betriebseinschränkungen.

Nun drohen CO2-Besteuerungen und Betriebseinschränkungen.

Keystone/Christian Beutler
Nun warnt die Swiss vor solchen Szenarien.

Nun warnt die Swiss vor solchen Szenarien.

Keystone/Christian Beutler

Die Reisebranche gerät von Seiten der Klimaaktivisten immer wieder in die Kritik. Insbesondere das Verreisen mit dem Flugzeug und somit die Fluggesellschaften selbst stehen dabei unter Beschuss. Darauf hat die Swiss nun in der neusten Ausgabe ihres Lobby-Magazins reagiert, wie «CH Media» berichtet.

Darin verweist die Swiss auf die Wichtigkeit des Drehkreuzes Zürich für die Schweizer Wirtschaft. So reiche die lokale Nachfrage nämlich nicht aus, um ein grosses Langstrecken-Netzwerk zu betreiben. Dazu benötige es Kurzstreckenflüge. Mit diesen kämen Umsteigepassagiere aus dem Ausland, die dann in Zürich auf einen Langstreckenflug wechseln könnten. Daher könne ein Langstreckenkonzept ohne ein Kurzstreckenkonzept gar nicht funktionieren. Die Klimadebatte bilde aber einen direkten Angriff auf dieses Drehkreuz.

19 Langstreckendestinationen würden wegfallen

Würde dieses verschwinden, könnte die Swiss eigenen Angaben nach nur noch fünf Langstreckendestinationen anfliegen. Die restlichen 19 würden wegfallen. Dass die Gefahr akut sei, bestätigt eine Sprecherin gegenüber «CH Media». Bereits kleinste Ursachen könnten grosse Auswirkungen auf die Balance in Zürich haben.

Falls es tatsächlich zu Betriebsbeschränkungen oder CO2-Besteuerung kommen würde, wäre ein grösserer Streckenabbau die Folge. Dieser würde laut der Swiss-Sprecherin auch nicht graduell, sondern plötzlich stattfinden. Möglich wäre in diesem Fall, dass die Swiss-Eigentümerin Lufthansa ihr Zentrum von Zürich nach Wien, München oder Frankfurt verlagert. Die Swiss würde dann nur noch Kurzstreckenflüge durchführen.

Auswirkung auf internationale Firmen

Die Bedrohung ist auch dem Flughafen Zürich bekannt. Er beobachtet und analysiert die Konzernstrategie der Lufthansa-Gruppe genau. Sollte sie sich aus Kloten zurückziehen, müsste ein Massnahmenplan eingesetzt werden, mit welchen neuen Airlines für die Übernahme der Direktverbindungen eingesetzt werden. Die Swiss würde aber viele Verbindungen zu diversen Ländern sofort verlieren.

Dies hätte auch wirtschaftliche Folgen. So wäre es weniger wahrscheinlich, dass sich internationale Firmen dazu entschliessen, am Standort Schweiz festzuhalten.

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