Aktualisiert 17.03.2020 14:59

Luftfahrt leidet

Swiss groundet Hälfte ihrer Flotte

Die Swiss nimmt wegen der Folgen des Coronavirus die Hälfte ihrer Flotte ausser Betrieb. Andere Airlines stellten den Betrieb bereits ein und fordern Staatshilfe.

von
F. Pöschl
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Die Swiss hat die Hälfte ihrer Flotte gegroundet. Auch andere Airlines reduzierten den Betrieb oder stellten ihn ganz ein.

Die Swiss hat die Hälfte ihrer Flotte gegroundet. Auch andere Airlines reduzierten den Betrieb oder stellten ihn ganz ein.

Michael Probst
Wegen des Coronavirus passt die Swiss die Flüge nach Italien an. Ab Mittwoch wird noch Rom angeflogen.

Wegen des Coronavirus passt die Swiss die Flüge nach Italien an. Ab Mittwoch wird noch Rom angeflogen.

Keystone/Christian Merz
Alle Flüge nach Italien gestrichen hat Norwegian Air.

Alle Flüge nach Italien gestrichen hat Norwegian Air.

Das Coronavirus und die damit verbundenen verschärften Reisebestimmungen zwingen Airlines weltweit in die Knie. Wegen des starken Nachfragerückgangs nimmt die Swiss vorübergehend die Hälfte ihrer Kurz- und Langstreckenflotte aus dem Betrieb. Zum Umfang der Massnahme macht die Lufthansa-Tochtergesellschaft keine Angaben, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Die Austrian Airlines, die ebenfalls zur Lufthansa gehört, stellt ihren regulären Flugbetrieb ab Donnerstag bis zum 28. März ein, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Bereits eingestellt wurde der Betrieb der österreichischen Ryanair-Tochter Laudamotion. Auch British-Airways-Eigentümer IAG fährt im April und Mai die Kapazitäten um mindestens 75 Prozent herunter. Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France KLM werde die Kapazitäten um 90 Prozent zurückfahren.

Staatshilfen gefordert

Bereits rufen Airlines wie Easyjet nach Staatshilfe. Auch die Swiss-Mutter Lufthansa zieht diese in Betracht. Swiss-Chef Thomas Klühr sagte im Interview mit dem «SonntagsBlick»: «Wenn sich die Situation so weiterentwickelt, brauchen alle Airlines staatliche Unterstützung.» Die Gespräche mit dem Bundesrat fänden in den nächsten Tagen statt.

Erst einmal gehe es um administrative Erleichterungen bei Kurzarbeit. Aber wenn die Anzahl der Länder, die die Airline nicht mehr anfliegen könne, weiter steige, bräuchte die Swiss die finanzielle Unterstützung der Schweiz. Dies, um die Situation zu überbrücken.

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