Nie mehr als die Hälfte benötigt: Swiss hat den vom Bund verbürgten Kredit vorzeitig zurückgeführt

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Nie mehr als die Hälfte benötigtSwiss hat den vom Bund verbürgten Kredit vorzeitig zurückgeführt

Die Swiss hat den vom Bund verbürgten Bankkredit vor Ende der Laufzeit zurückgeführt. Die Lufthansa Group wird die Finanzierung zukünftig über den Kapitalmarkt sicherstellen.

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Ein Flugzeug der Swiss auf dem Flughafen in Zürich.

Ein Flugzeug der Swiss auf dem Flughafen in Zürich.

20min/Michael Scherrer
Nun geht es mit der Airline finanziell wieder aufwärts.
Urs Jaudas/ Tamedia AG

Nun geht es mit der Airline finanziell wieder aufwärts.
Urs Jaudas/ Tamedia AG

CEO der Swiss, Dieter Vranckx, sprach dem Bund seine Dankbarkeit aus.

CEO der Swiss, Dieter Vranckx, sprach dem Bund seine Dankbarkeit aus.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

Die Swiss International Air Lines hat per Ende Mai 2022 den vom Bund verbürgten Bankkredit zurückgeführt. Aufgrund der stabileren pandemischen Lage und der positiven Entwicklung der Liquiditätssituation dank gelockerter Reisebeschränkungen ist die Airline nun in der Lage, sich über die Lufthansa Group am Kapitalmarkt zu finanzieren, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Damit löse sich die Swiss von dem zu 85 Prozent durch den Bund verbürgten Bankkredit noch vor Ende der regulären Laufzeit 2025, heisst es weiter. Seit Beginn der Kreditlaufzeit hat die Airline nie mehr als die Hälfte des Kredits in Anspruch genommen und insgesamt 60 Mio. an Zinsen und Gebühren bezahlt.

Flotte reduziert und 1700 Stellen abgebaut

Dieter Vranckx, CEO der Swiss und VR-Präsident von Edelweiss, erklärt: «Wir sind dem Bund sehr dankbar, dass er zusammen mit den Banken Swiss und Edelweiss während der Corona-Pandemie die benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt hat. Dadurch konnten wir einen Grossteil der Arbeitsplätze in der Schweiz und nachhaltig wettbewerbsfähige Kostenstrukturen sichern sowie die Anbindung an die Welt auch während der Pandemie aufrechterhalten.»

Die Swiss hatte im Sommer 2021 eine Restrukturierung eingeleitet und die Flotte um rund 15 Prozent reduziert sowie bis Ende des Jahres rund 1700 Vollzeitstellen abgebaut. Markus Binkert, Chief Financial Officer der Airline: «Die eingeleiteten Massnahmen zeigen Wirkung. Nach kumulierten Verlusten von mehr als einer Milliarde Franken in den letzten beiden Jahren konnten wir nun zu finanzieller Stabilität zurückkehren und im ersten Quartal dieses Jahres einen positiven Cashflow generieren. Dies ermöglicht, dass wir uns vorzeitig von der Unterstützung durch den Schweizer Staat lösen und uns über die Lufthansa Group am Kapitalmarkt finanzieren.»

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(trx)

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