Swiss-Management dünnt aus
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Swiss-Management dünnt aus

Im Management der Swiss kommt es zu einem weiteren Abgang: Nach Verkaufschef William Meaney und diversen weiteren Abgängen im Herbst verlässt auch Gründungsmitglied Björn Näf das Unternehmen.

Der frühere Crossair-Pilot war bereits am Swiss-Vorläufer-Projekt Phoenix plus beteiligt und stieg nach dem Abheben der Swiss in die Geschäftsleitung auf. Als Chef des Kabinenpersonals prägte er den Marktauftritt der Swiss wesentlich mit, wie es in der Mitteilung hiess.

Im vergangenen Mai wurde der 38-jährige Näf Chef des Projektes Swiss Express. Mit der Tochtergesellschaft wollte die Swiss das Europa-Geschäft in eine Billig-Airline ausgliedern und die Pilotenlöhne senken. Die Einigung im Streit mit den Crossair-Piloten im Juli machte Swiss Express dann aber überflüssig.

Näf absolvierte anschliessend eine Managementausbildung in den USA. Sein Abgang erfolge auf eigenen Wunsch, sagte ein Swiss-Sprecher. Näf wolle sich beruflich neu orientieren. Die Swiss bedaure seinen Entscheid.

Operativ hinterlässt Näf bei der Swiss keine Lücke, da er nach dem Ende von Swiss Express keinen neuen Job antrat. Hingegen sucht die Airline noch immer nach einem Nachfolger für Kommerzchef William Meaney. Nach einem Machtkampf mit Konzernchef Andre Dose hatte Meaney die Swiss im November abrupt verlassen. Seine Funktion wird seither von Dose selber ausgeübt. (dapd)

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