Schreckensminuten in Genf: Swiss-Maschine wegen Bombendrohung notgelandet
Aktualisiert

Schreckensminuten in GenfSwiss-Maschine wegen Bombendrohung notgelandet

Eine Maschine der Fluggesellschaft Swiss hat wegen einer Bombendrohung in Genf notlanden müssen. Der Airbus A320 war in Zürich gestartet und auf dem Weg nach Malaga in Spanien. Die 142 Passagiere erlebten Schreckensminuten. Eine Bombe war indes nicht an Bord, wie sich jetzt herausgestellt hat.

Alle 142 Passagiere und die sechs Mitglieder der Crew sind wohlauf.

Die Bombendrohung sei aus Spanien bei der Swiss eingetroffen, sagte Swiss-Sprecher Franco Cullotti gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Nährere Angaben machte er nicht. Ein Sprecher der Kantonspolizei Genf sagte, es sei ein anonymer Anrufer gewesen.

Die Drohung betraf den Flug LX 2114. Die Maschine war zu diesem Zeitpunkt bereits über Frankreich. Die Maschine drehte nach der Bombendrohung ab und setzte kurz nach 15 Uhr zu einer Notlandung mitten auf der Piste des Genfer Flughafens an, sagte Philippe Roy, Sprecher des Flughafens Genf-Cointrin, auf Anfrage.

Die 142 Passagiere sowie die sechs Crewmitglieder seien über Notrutschen aus dem Flugzeug gestiegen. Anschliessend wurde die Maschine weggerollt und zunächst stehen gelassen. Ab 17.30 Uhr, der planmässigen Ankunftszeit der Maschine in Malaga, wurde das Flugzeug während zweieinhalb Stunden abgesucht. Eine Bombe fanden die Sicherheitsspezialisten allerdings nicht.

Ein Passagier gegenüber dem Lokalsender «Tele Züri» über die Schreckensminuten: «Panik kam auf, sie haben gerufen, alle auf der Notrutsche raus.»

Die Passagiere erhalten am späten Abend einen Ersatzflug. Zuvor wird ihr Gepäck kontrolliert. In Genf war der Flugbetrieb während einenhalb Stunden beeinträchtigt. Acht Flüge wurden annulliert oder über Lyon umgeleitet. Andere Flüge konnten erst verspätet starten oder landen.

(SDA/kub)

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