Swiss muss Busse zahlen

Aktualisiert

Swiss muss Busse zahlen

Die wiederholten Informationslecks bei der Swiss haben für die Airline eine Busse von 10 000 Franken zur Folge.

Die Schweizer Börse SWX tadelt die Airline, weil sie 2003 beim Durchsickern von Quartalszahlen zu spät reagierte.

Die Swiss war wiederholt Opfer von Artikeln, die offensichtlich auf internen Informationen beruhten, schreibt die SWX in einem Communiqué vom Freitag. So wurden im November 2003 Finanzzahlen für das dritte Quartal vorab in der Sonntagspresse veröffentlicht.

Die Kurse der Swiss-Aktien brachen am darauffolgenden Montag markant ein. Die Zahlen hätten zwar nicht ganz genau mit jenen übereingestimmt, die Swiss nachher selber publizierte. Sie seien aber offensichtlich nicht aus der Luft gegriffen gewesen und hätten keine blossen Gerüchte oder Gewinnschätzungen dargestellt, die von kotierten Gesellschaften nicht kommentiert werden müssen.

Bemängelt wird von der Disziplinarkommission der SWX, dass die Swiss nicht sofort, sondern erst am Montagabend nach Börsenschluss die effektiven Zahlen publiziert habe.

Die verantwortlichen Organe hätten aufgrund der früheren Vorfälle mit erneuten Lecks rechnen müssen. Sie hätten aber keine Vorkehrungen getroffen, um bei neuen Indiskretionen eine unverzügliche Information vornehmen zu können.

(sda)

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