21.10.2016 06:46

«Schmeckte widerlich»Swiss-Passagiere bekamen verschimmelte Gipfeli

Leser Hansueli K. hat mehr als 1200 Flüge hinter sich – aber das sei ihm noch nie passiert, sagt er: Er bekam verschimmelte Gipfeli serviert.

von
vro/num
1 / 2
Zwei Passagiere von Nairobi nach Zürich bekamen verschimmelte Gipfeli serviert (Symbolbild).

Zwei Passagiere von Nairobi nach Zürich bekamen verschimmelte Gipfeli serviert (Symbolbild).

Keystone/AP
Passagier Hansueli K. erhielt als Entschuldigung eine Flasche Wein.

Passagier Hansueli K. erhielt als Entschuldigung eine Flasche Wein.

Leser-Reporter

Auf dem Swiss-Flug LX294 von Nairobi über Dar es Salaam nach Zürich erhielt Economy-Passagier Hansueli K.* Frühstück serviert. Wer wollte, durfte noch ein zweites Gipfeli haben, das nachgereicht wurde. Doch als K. reinbiss, schmeckte es «widerlich», wie er sagt.

«Die unappetitlichen Croissants waren nur innen schimmlig, so dass man den giftigen Geschmack erst beim reinbeissen feststellte.» Er meldete es dem Flight Attendant, der sich an die Kabinenchefin wandte.

Eine Flasche Wein als Entschuldigung

Diese entschuldigte sich laut K. bei allen betroffenen Passagieren und brachte ihm als Entschädigung eine Flasche Wein aus der Business Class. «Die anderen Betroffenen bekamen ein Schöggeli.»

Am nächsten Tag habe er Magenprobleme gehabt, sagt K.. Er sagt, dass sich die Kabinenbesatzung vorbildlich verhalten habe und «sicher nicht schuld daran ist.» Es gebe ihm dennoch zu denken, dass dies einer Full Cost Airline wie der Swiss passiert sei.

Zu früh verpackt

Die Fluggesellschaft bestätigt den Vorfall und sagt, dass auf genanntem Flug «in zwei Fällen Croissants serviert wurden, die nicht mehr gut waren». Eine Untersuchung habe ergeben, dass die Gipfelis unter Umständen bereits luftdicht verpackt worden sind, als sie noch nicht vollständig abgekühlt waren.

Sprecherin Sonja Ptassek: «Unsere Besatzung hat den betroffenen Passagieren an Bord jeweils eine Aufmerksamkeit überreicht, um sich für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.» Dies ist laut der Besatzung positiv von den Passagieren aufgenommen worden.

Laut Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott sind bereits Massnahmen eingeleitet worden, damit das künftig nicht mehr vorkommt. Sie betont auch: «Es handelt sich hier um einen sehr bedauerlichen Einzelfall.»

*Name bekannt

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.