Einreiseverbot: Swiss-Passagierin in den USA abgewiesen
Aktualisiert

EinreiseverbotSwiss-Passagierin in den USA abgewiesen

Das neue Einreiseverbot der USA hat nun auch eine Swiss-Passagierin getroffen: Sie flog am Samstag von Genf nach New York – und musste dort wieder umkehren.

von
lüs
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Flughafen Genf-Cointrin: Hier bestieg eine Frau am 28. Januar 2017 ein Swiss-Flugzeug nach New York. Dort wurde sie an der Einreise gehindert und in die Schweiz zurückgeschickt. Ein Schicksal, das theoretisch 31'000 Menschen erleiden könnten, die in der Schweiz leben. So gross ist die Zahl der Menschen in unserem Land, die die Nationalität eines der sieben betroffenen muslimischen Staaten besitzen.

Flughafen Genf-Cointrin: Hier bestieg eine Frau am 28. Januar 2017 ein Swiss-Flugzeug nach New York. Dort wurde sie an der Einreise gehindert und in die Schweiz zurückgeschickt. Ein Schicksal, das theoretisch 31'000 Menschen erleiden könnten, die in der Schweiz leben. So gross ist die Zahl der Menschen in unserem Land, die die Nationalität eines der sieben betroffenen muslimischen Staaten besitzen.

Keystone/Laurent Gillieron
Die Migrationsbehörden haben sie durchgelassen: Auf dem Flughafen in Dallas begrüssen zwei Syrer ihre Mutter. (28. Januar 2017)

Die Migrationsbehörden haben sie durchgelassen: Auf dem Flughafen in Dallas begrüssen zwei Syrer ihre Mutter. (28. Januar 2017)

kein Anbieter/Brandon Wade
Ein Terminal am JFK-Flughafen ist geschlossen. (28. Januar 2017)

Ein Terminal am JFK-Flughafen ist geschlossen. (28. Januar 2017)

AFP/Stephanie Keith/Getty Images

Personen aus den sieben muslimischen Staaten Irak, Iran, Syrien, Jemen, Libyen, Somalia und Sudan dürfen nicht mehr in die USA einreisen. Diese neue Regelung hatte auch Folgen für eine Passagierin der Swiss: Die Frau stieg am Samstag in ein Flugzeug der Swiss von Genf nach New York. Dort wurde ihr die Einreise verweigert, wie Swiss-Sprecherin Karin Müller sagt. «Sie ist mit dem nächsten Swiss-Flug in die Schweiz zurückgekehrt.»

Die neuen Bestimmungen seien zu kurzfristig bekannt geworden, weshalb man die Frau an Bord gelassen habe. «Die Fluggesellschaften erhalten eine Busse auferlegt, wenn sie Personen transportieren, die nicht einreisen dürfen. Diese Busse wurde der Swiss in diesem Fall erlassen, weil die neue Regelung so kurzfristig eingeführt wurde», so Müller weiter. Welche Nationalität die Betroffene hat, gibt Swiss aus Datenschutzgründen nicht bekannt.

Flüge von Flüchtlingen storniert

Zudem ist es bei der Swiss nun zu ersten Stornierungen gekommen: «Wir hätten am Sonntag und am Montag für die International Organization for Migration zwei Gruppen von Flüchtlingen aus einem der betroffenen Länder in die USA fliegen sollen», sagt Müller. Da Trump die Aufnahme von Flüchtlingen aus diesen sieben Ländern gestoppt hat, wurden diese Flugreisen frühzeitig storniert, wie Müller sagt. Betroffen seien 35 Personen.

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