Aktualisiert 20.06.2019 12:53

Kurz vor Landung

Swiss-Piloten setzten «Mayday!» ab

Gleich zweimal schlugen Blitze kurz vor der Landung in Zürich in eine Swiss-Maschine ein. Daraufhin setzte die Crew den höchstmöglichen Alarmruf ab.

von
doz
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Beim Landeanflug setzte eine Swiss Maschine einen Notruf ab.

Beim Landeanflug setzte eine Swiss Maschine einen Notruf ab.

Keystone/Christian Merz
Grund waren zwei Blitze, die in die Maschine eingeschlagen hatten.

Grund waren zwei Blitze, die in die Maschine eingeschlagen hatten.

Keystone/Christian Merz
Wenn ein Flugzeug vom Blitz getroffen wird, muss es gründlich durchgecheckt werden.

Wenn ein Flugzeug vom Blitz getroffen wird, muss es gründlich durchgecheckt werden.

James Croxon

Am Samstagabend kam es während des Landeanflugs eines Airbus A321 der Swiss auf den Flughafen Zürich zu einem Zwischenfall, wie «avherald» berichtet. Zwei Blitze schlugen in die Maschine ein, die von Malaga her nach Zürich flog. Daraufhin fiel laut mehreren Medienberichten das Wetter-Radar aus.

Die beiden Piloten reagierten laut «Watson» sofort und setzten einen «Mayday»-Notruf – also die Höchste Alarmstufe – ab. Dies geschah, weil es den Piloten ohne Wetter-Radar nicht möglich ist, die Wetterbedingungen vor ihnen richtig einzuschätzen. Sie müssten also so gut wie blind durch Zellen mit hoher Gewitteraktivität fliegen, was äusserst gefährlich werden kann.

Drei Stunden Verspätung

Daher entschied sich die Crew des Swiss-Fliegers, nach Stuttgart weiterzufliegen, obwohl der Wetter-Radar schon kurz nach dem Zwischenfall wieder einsatzbereit war. Dort konnten sie 25 Minuten nach dem Notruf sicher landen.

In Stuttgart wurde das Flugzeug genauestens untersucht. Für diesen Check musste es zwei Stunden am Boden bleiben. Dies war notwendig, denn nach Blitzeinschlägen ist eine ausgedehnte Kontrolle der Maschine unumgänglich. Mit rund drei Stunden Verspätung konnte das Flugzeug schliesslich in Zürich landen. Mittlerweile wird es wieder für den normalen Liniendienst eingesetzt.

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