Swiss Pilots ziehen vor Gericht

Aktualisiert

Swiss Pilots ziehen vor Gericht

Der Arbeitskonflikt zwischen der Fluggesellschaft Swiss und den ehemaligen Crossair-Piloten geht in eine neue Runde.

Die Gewerkschaft Swiss Pilots beschreitet den Rechtsweg, wie Gewerkschaftspräsident Thomas Issler am Dienstag zu einem Bericht des Lokalsenders «Radio Zürisee» bestätigte. «Wir haben uns entschlossen, das Basler Schiedsgericht anzurufen,» sagte Issler. Dieses habe auch die Funktion eines Mediators und solle so bald wie möglich zusammentreten. Issler nahm Bezug auf den letzten Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der mit einer Schiedsgerichtsklausel versehen war. Damit habe sich die Swiss verpflichtet, sich im Konfliktfall mit den Sozialpartnern vor Schiedsgericht zu treffen. Dass auf den neuen, unter Vermittlung der Gewerkschaft Kommunikation ausgearbeiteten GAV nicht eingetreten wurde, sei ein basisdemokratischer Entscheid. Auch wenn die Gewerkschaft Kommunikation ihr Bestes gemacht habe, stehe die Diskriminierung nach wie vor im Raum mit exorbitanten Unterschieden, sagte Issler. Am vergangenen 30. Dezember hatte sich eine Mehrheit der Piloten bei einer SMS-Konsultativabstimmung gegen die Eckwerte des vorgeschlagenen GAV ausgesprochen, der zuvor von der Swiss als Durchbruch gefeiert worden war. Der Konflikt der ehemaligen Crossair-Piloten um Gleichstellung mit den früheren Swissair-Piloten im Regionalverkehr gipfelte am vergangenen 26. September mit einem eintägigen Streik. (dapd)

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