Bilanz: Swiss macht im Corona-Jahr 654 Millionen Franken Verlust
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BilanzSwiss macht im Corona-Jahr 654 Millionen Franken Verlust

Die Swiss hat die Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Wie erwartet ist die Bilanz schwach: Die Airline fährt einen Verlust von 654 Millionen ein. Der Umsatzrückgang beträgt gegenüber dem Vorjahr 65,2 Prozent.

von
Dominic Benz
Lucas Orellano
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Die Swiss schreibt 2020 einen Verlust von 654 Millionen Franken.

Die Swiss schreibt 2020 einen Verlust von 654 Millionen Franken.

Flughafen Zürich
Die Corona-Pandemie und die weltweiten Reisebeschränkungen haben laut der Airline zu einem «beispiellosen Einbruch» der Nachfrage geführt.

Die Corona-Pandemie und die weltweiten Reisebeschränkungen haben laut der Airline zu einem «beispiellosen Einbruch» der Nachfrage geführt.

20min/Marco Zangger
 Im Jahr 2019 hatte der operative Gewinn noch 578 Millionen betragen.

Im Jahr 2019 hatte der operative Gewinn noch 578 Millionen betragen.

Flughafen Zürich

Darum gehts

  • Die Lufthansa-Tochter Swiss präsentiert die Geschäftszahlen für 2020.

  • Sie fallen wie erwartet schwach aus, der Verlust beträgt 654 Millionen Franken.

  • Der Umsatz sank um 65,2 Prozent.

Die Swiss hat die Geschäftszahlen für das Corona-Jahr vorgelegt. Die Corona-Pandemie und die weltweiten Reisebeschränkungen haben laut der Airline zu einem «beispiellosen Einbruch» der Nachfrage geführt. Im Jahr 2020 brach der Umsatz um 65,2 Prozent ein, der operative Verlust betrug 654 Millionen Franken. Im Jahr 2019 hatte der operative Gewinn noch 578 Millionen betragen. Es ist gemäss Angaben der Swiss das erste Mal seit 15 Jahren, dass die Swiss das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis abschliesst.

Das Passagiervolumen der Swiss sank 2020 auf einen Viertel des Wertes von 2019. Insgesamt transportierte die Airline 4’790’372 Passagiere, 74,5 Prozent weniger als m Vorjahr. Es wurden 68,2 Prozent weniger Flüge durchgeführt.

Swiss geht erst im Hochsommer von Erholung aus

Die Airline geht erst für Hochsommer 2021 von einer nennenswerten Erholung aus. «Grundsätzlich begrüsst Swiss alle Bemühungen, das Reisen in Zukunft wieder einfach und verlässlich zu gestalten und ist dabei auf mobilitätsfördernde und möglichst einheitliche Rahmenbedingungen angewiesen», heisst es in einer Medienmitteilung.

«Die andauernde Pandemie stellt unser Unternehmen vor grösste Herausforderungen. Wir sind aber zuversichtlich, die Schweiz auch zukünftig passagier- und frachtseitig mit einer Vielzahl an Direktverbindungen an die Welt anbinden zu können», lässt sich CEO Dieter Vranckx zitieren. «Diesbezüglich sind wir allerdings auf mobilitätsfördernde und möglichst einheitliche Rahmenbedingungen angewiesen, wozu für uns auch eine Gleichbehandlung aller Verkehrsmittel und -wege gehört.»

Lufthansa mit Rekordverlust

Die Corona-Krise traf auch die Lufthansa mit voller Wucht. Die Swiss-Mutter verzeichnete einen Rekordverlust von 5,5 Milliarden Euro (6,1 Milliarden Franken). Der Umsatz sank auf 13,6 Milliarden Euro (15,08 Milliarden Franken), was einem Minus von 63 Prozent entspricht.

«Das vergangene Jahr war das herausforderndste in der Geschichte unseres Unternehmens - für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und unsere Aktionäre. Reisebeschränkungen und Quarantäne haben zu einem einzigartigen Nachfrageeinbruch im Luftverkehr geführt», lässt sich Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr in einer Medienmitteilung zitieren. «Jetzt müssen international anerkannte digitale Impf- und Testnachweise an die Stelle von Reiseverboten und Quarantäne treten, damit Menschen wieder Familie und Freunde besuchen, Geschäftspartner treffen oder andere Länder und Kulturen kennenlernen können.»

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