Gesamtarbeitsvertrag: Swiss schlägt Pilotenverband «gutschweizerischen Kompromiss» vor

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GesamtarbeitsvertragSwiss schlägt Pilotenverband «gutschweizerischen Kompromiss» vor

Nachdem sich Swiss und der Pilotenverband Aeropers nicht auf einen neuen GAV einigen konnten, schlägt die Fluggesellschaft dem Sozialpartner ein aussergerichtliches Schlichtungsverfahren vor.

von
Florian Osterwalder
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Die Swiss möchte den Streit mit dem Pilotenverband Aeropers aussergerichtlich klären.

Die Swiss möchte den Streit mit dem Pilotenverband Aeropers aussergerichtlich klären.

20min/Ela Çelik

Darum gehts

  • Swiss und Aeropers streiten über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag.

  • Die Airline schlägt ein aussergerichtliches Schlichtungsverfahren vor.

  • Eine solche Lösung schaffe Stabilität für die Piloten, das Unternehmen und die Kunden der Swiss, so das Unternehmen weiter.

Die Swiss und der Pilotenverband Aeropers konnten sich auch nach über zwei Jahren intensiver Verhandlungen nicht auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag einigen. In einer Medienmitteilung schreibt die Airline: «Die Swiss glaubt weiterhin an die Sozialpartnerschaft und ist von einer gemeinsamen Lösung im Sinne eines gutschweizerischen Kompromisses überzeugt, zumal sich beide Parteien nach wie vor dazu bekennen, weiterhin verhandlungsbereit zu sein.» Eine solche Lösung schaffe Stabilität für die Piloten, das Unternehmen und die Kunden der Swiss, so das Unternehmen weiter.

Vor diesem Hintergrund und im Sinne einer langfristig tragfähigen Sozialpartnerschaft hat die Swiss dem Sozialpartner heute ein aussergerichtliches Schlichtungsverfahren vorgeschlagen. «Dieses hat zum Ziel, in den nächsten Wochen eine unverbindliche Schlichtungsempfehlung unter Berücksichtigung der Interessen von Aeropers und der Swiss auszuarbeiten», so die Airline weiter in der Mitteilung.

Aeropers fordert «zeitgemässes Angebot»

Vor rund einer Woche teilte Aeropers-Sprecher Thomas Steffen mit: «Wir haben immer noch die Hoffnung, dass die Geschäftsleitung der Swiss mit einem zeitgemässen Angebot auf die Pilotinnen und Piloten zukommt.» Nach einjährigen Verhandlungen könne das Personal den Krisen-GAV aus der Corona-Krise nicht mehr akzeptieren. Denn die Luftfahrt habe sich erholt und die Swiss ein sehr gutes Halbjahresergebnis geliefert, so Steffen.

Die Swiss sei bei den Verhandlungen in einigen Punkten zwar entgegengekommen, habe aber gleichzeitig neue Forderungen zu noch mehr Arbeit und Flexibilität für die Firma auf Kosten des Personals. «Das können wir nicht akzeptieren. Jetzt ist es Zeit für Verbesserungen, vor allem bei der Planbarkeit des Soziallebens», so Steffen. Details zum möglichen Streik könne er nicht nennen, der Flugbetrieb wäre dann aber nicht mehr möglich.  

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