18.11.2020 18:14

Auch mit MaskeSwiss setzt neu auf Gesichtserkennung beim Check-in

Kontaktloses Einchecken am Flughafen soll das Reisen deutlich schneller machen. Daher scannt die Swiss neu die Gesichter ihrer Kunden.

von
Dominique Zeier
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Gesichtserkennungstechnologie soll das Einchecken an Flughäfen künftig erleichtern.

Gesichtserkennungstechnologie soll das Einchecken an Flughäfen künftig erleichtern.

Foto: Lufthansa-Group
Denn damit können Kunden kontaktlos und ohne weitere Kontrolle durch Mitarbeiter der Airline ihr Boarding durchführen.

Denn damit können Kunden kontaktlos und ohne weitere Kontrolle durch Mitarbeiter der Airline ihr Boarding durchführen.

Foto: Getty Images
Eingesetzt werden soll diese neue Technologie bei Kunden der Swiss ­…

Eingesetzt werden soll diese neue Technologie bei Kunden der Swiss ­…

Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Gesichtserkennung an Flughäfen soll das Reisen für Flugpassagiere vereinfachen.

  • Daher wollen die Swiss und die Lufthansa diese neue Technologie ab sofort einsetzen.

  • Wer ein Kunde des Vielfliegerprogramms «Miles & More» ist, kann sich jetzt für die neue Plattform «Star Alliance Biometrics» anmelden.

  • Noch im November wird diese erstmals an zwei Flughäfen eingeführt.

Beim Reisen mit dem Flugzeug ist insbesondere das Warten am Flughafen oft langwierig und mühsam. Denn meist bedeutet dies langes Schlangestehen und Abwarten, bis das Bodenpersonal die persönlichen Dokumente aller Reisenden überprüft hat. Das will die Star Alliance, der Airlines wie die Swiss oder die Lufthansa angehören, nun ändern, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Möglich soll dies mit einer neuen Plattform werden, die den Namen «Star Alliance Biometrics» trägt. Ziel ist es, den Passagieren ein möglichst nahtloses Reiseerlebnis zu ermöglichen, das allzu lange Wartezeiten vermeiden soll. Dafür wird an ausgewählten Flughäfen neu Gesichtserkennung eingesetzt. So können Kunden kontaktlos und ohne weitere Kontrolle durch Mitarbeiter der Airline ihr Boarding durchführen.

Anmeldung ab sofort

Kunden des Swiss- und Lufthansa-Vielfliegerprogramms «Miles & More» können sich ab sofort für das neue Programm anmelden. Alles, was dazu benötigt wird, ist die Smartphone-App der Airline. Darin können die Kunden ein Foto von sich machen und ihre Identität mit einem gültigen Ausweis bestätigen. Ausserdem muss ausdrücklich zugestimmt werden, dass man den neuen Biometrics-Service künftig nutzen möchte.

Wer sich registriert hat, wird an den Flughäfen, welche die neue Technologie einsetzen, von der Gesichtserkennungssoftware erkannt, indem das Livebild des Passagiers mit den Bordkarteninformationen und dem biometrischen Profil abgeglichen wird. Tatsächlich funktioniere dies auch bei Kunden, die eine Maske tragen, heisst es in der Mitteilung. Dies sei «in Zeiten von Covid-19 ein wichtiger Beitrag zum Gesundheitsschutz». Das Scanning des Gesichts werde also durch die Abdeckung des Mundes und der Nase nicht beeinträchtigt.

Zukunftsweisende Technologie

Ausserdem müsse man sich keine Sorgen um die Sicherheit der persönlichen Daten machen. Alle Informationen – darunter die registrierte Vielfliegernummer, bis zu fünf Bilder, der Reisepass, die PIN-Nummer sowie die Sicherheitsfragen – werden verschlüsselt in der Microsoft Azure Cloud gespeichert. Man habe von Anfang an grossen Wert darauf gelegt, dass alle geltenden Datenschutzgesetze eingehalten werden. So werde beispielsweise der Kundenname nicht abgespeichert und könne somit auch nicht mit dem dazugehörigen Foto in Verbindung gebracht werden.

Bereits im November werden die Swiss und die Lufthansa die neue Technologie erstmals für ausgewählte Flüge einsetzen. Hierfür wird an den Drehkreuz-Flughäfen Frankfurt und München eine spezifische Infrastruktur eingerichtet.

Christina Foerster, Vorstandsmitglied Customer, IT und Corporate Responsibility der Lufthansa-Group, erklärt: «Das Thema Biometrie wird auch beim Reisen in Zukunft eine immer grössere Bedeutung bekommen. In der Lufthansa Group werden zunehmend biometrische Angebote für vereinfachte und effizientere Abläufe an den Flughäfen sorgen und damit das Reiseerlebnis unserer Fluggäste deutlich verbessern.»

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bis du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erstes. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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56 Kommentare
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Mkultra

19.11.2020, 17:41

Ihr mit eurem Orwell. :). Orwell würde dies, orwell würde das.. hey Leute.. seht euch mal die heutigen Möglichkeiten an. Orwell war ein Optimist meiner Meinung nach. Er ging wenigstens noch davon aus, dass wenn der Bogen überspannt wird, die Menschen rebellieren würden. Nur zur Erinnerung: Assange sitz in London im Gefängniss, weil er Kriegsverbrechen aufklärte. Snowden musste in Russland (einem Land das für seine Rechtsstaatlichkeit bekannt ist) untertauchen... und ein George W. Bush, der bekanntermassen ein Kriegsverbrecher ist (Irak 2003) geniesst sein Leben in Freiheit. Und das wissen wir Alle. Es gäbe noch X Beispiele. Der Bogen ist (finde ich) längst überspannt... aber passieren tut nix.

Ganzbestimmt

19.11.2020, 17:27

Alles nur, um den Kunden das Leben einfacher zu machen. Es geht nicht um ökonomische Interessen. Auch nicht um Sichheitsinteressen. Das macht man alles nur damit die Kunden nicht mehr anstehen müssen. Mmmmhm

Logisch

19.11.2020, 14:47

Kosten die momentan föööllligg unnötig sind!