Affäre Gaddafi: Swiss streicht Flüge nach Libyen
Aktualisiert

Affäre GaddafiSwiss streicht Flüge nach Libyen

Die Schweizer Fluggesellschaft hat offenbar genug von den Gadaffi-Schikanen: Sie kappt die letzte verbleibende Direktverbindung zwischen der Schweiz und Libyen.

von
Adrian Müller

Die Swiss zieht die Konsequenzen aus der diplomatischen Krise mit Libyen und den absurden Vergeltungsschlägen des Staatschefs Gaddafi: Nachdem die Fluggesellschaft diese Woche nur noch ein- statt dreimal nach Tripolis hätte fliegen dürfen, streicht sie nun die einzig verbleibende Maschine, welche für Sonntag geplant war. Swiss Sprecher Jean-Claude Donzel drückt sich diplomatisch aus: «Wir annullieren den Sonntags-Flug aus operationellen Gründen. Wie es danach weiter geht, können wir noch nicht sagen.» Im Moment beschäftige sich bei Swiss eine Taskforce mit dem Fall Libyen. Die Swiss bucht von der Annullation betroffene Passagiere auf andere Fluggesellschaften um.

Vorwiegend Geschäftsreisende betroffen

Normalerweise fliegt die Swiss jeweils am Dienstag, Donnerstag und Sonntag mit einer A319 (120 Plätze) nach Tripolis. Die Verbindung benützen vor allem Geschäftsleute. Touristen fliegen nur vereinzelt nach Libyen.

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