30.01.2020 09:24

Negative BerichterstattungSwiss trennt sich nach 10 Jahren von Läderach

Die Swiss hat nach negativen Berichten über den Schoggi-Produzenten Läderach die Zusammenarbeit eingestellt. Bis April bleiben die Produkte noch im Sortiment.

von
fss
1 / 8
Ab April gibt es in den Fliegern der Swiss keine Pralinen von Läderach mehr.

Ab April gibt es in den Fliegern der Swiss keine Pralinen von Läderach mehr.

Keystone/Gaetan Bally
Die Airline beendete die Zusammenarbeit mit dem Schokoladenhersteller.

Die Airline beendete die Zusammenarbeit mit dem Schokoladenhersteller.

Keystone/Gaetan Bally
Der CEO Johannes (im Bild) und sein Vater, VR-Präsident Jürg Läderach, sitzen im Vorstand des evangelikalen Vereins «Christianity for Today».

Der CEO Johannes (im Bild) und sein Vater, VR-Präsident Jürg Läderach, sitzen im Vorstand des evangelikalen Vereins «Christianity for Today».

Keystone/Gaetan Bally

Als Zeichen der Aufmerksamkeit wurden in den letzten zehn Jahren kleine Pralinés-Schachteln an Swiss-Passagiere verteilt. Damit ist nun Schluss. Wie der «Beobachter» schreibt, hat die Swiss die Zusammenarbeit mit dem Schokoladenhersteller beendet. Bis im April sei jedoch die Box noch in den Flugzeugen verfügbar.

Läderach-Marketingchef Patrick Th. Onken sagt, die Swiss habe die Kooperation aufgrund der negativen Berichterstattung über Läderach beendet. Der CEO Johannes und sein Vater, VR-Präsident Jürg Läderach, sitzen im Vorstand des evangelikalen Vereins «Christianity for Today». Dieser lehnt gleichgeschlechtliche Partnerschaften ab und organisiert Demonstrationen gegen Abtreibungen.

Über 1000 Mitarbeiter in 14 Ländern

Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott sagt auf Anfrage des «Beobachters»: «Grundsätzlich sind für die Auswahl eines Lieferanten die Qualität, verschiedene wirtschaftliche Aspekte sowie der Markenfit ausschlaggebend.» Ausserdem bestätigte sie, dass es Rückmeldungen von Kunden und Mitarbeitern zu Läderach gegeben habe.

Bei Läderach bedauert man das Ende der Zusammenarbeit. Man habe eine Nulltoleranz, was Diskriminierung betreffe, «egal aus welchem Grund», sagt Onken. Weder die Familie noch jemand im Betrieb sei homophob oder frauenfeindlich. Der Schokoladenproduzent beschäftigt über 1000 Mitarbeitende in 14 Ländern. Gegründet wurde die Confiserie von Rudolf Läderach im Jahr 1962.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.