Quarantäne umgehen: Swiss will Corona-Schnelltests am Flughafen
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Quarantäne umgehenSwiss will Corona-Schnelltests am Flughafen

Die Schweizer Fluggesellschaft will Leute, die in die Schweiz zurückkehren, noch am Flughafen auf das Corona-Virus testen lassen. Wer negativ ist, soll nicht in Quarantäne müssen.

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Die Swiss fordert Corona-Schnelltests am Flughafen.

Die Swiss fordert Corona-Schnelltests am Flughafen.

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Wer in die Schweiz zurückkehrt, soll sich sofort einem Test unterziehen. Ist er negativ, könne auf die Quarantäne verzichtet werden, schlägt die Swiss vor.

Wer in die Schweiz zurückkehrt, soll sich sofort einem Test unterziehen. Ist er negativ, könne auf die Quarantäne verzichtet werden, schlägt die Swiss vor.

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Das System kennt man aus Deutschland: Eine Mitarbeiterin des Flughafens in Frankfurt am Main weist den Weg zu Corona-Tests.

Das System kennt man aus Deutschland: Eine Mitarbeiterin des Flughafens in Frankfurt am Main weist den Weg zu Corona-Tests.

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Darum gehts

  • Die Fluggesellschaft Swiss macht einen Vorschlag, um die Quarantäne umgehen zu können: Wer am Flughafen negativ getestet wird, soll auf sie verzichten dürfen.
  • Wer die Tests anbieten und für sie aufkommen soll, sagt die Swiss nicht.
  • Zudem kündigt die Swiss an, den Flugbetrieb wieder hochfahren zu wollen. Auch die Entschädigungen für ausgefallene Flüge sollen bis Ende September vollständig ausbezahlt sein.

Die Fluggesellschaft Swiss fordert für Passagiere, die in die Schweiz zurückkehren, Schnelltests auf das Coronavirus am Flughafen. Wer negativ getestet werde, sollte nicht in Quarantäne, sagte Kommerzchef Tamur Goudarzi Pour in einem Interview mit der Zeitung «Blick». Auch die Redaktion Tamedia hat kürzlich darüber berichtet, dass Swiss und der Flughafen Zürich das wegen Corona schleppende Geschäft wieder neu beleben wollen.

Die Swiss sei für Tests bei der Einreise, da dies eine der Massnahmen sei, um das Risiko einer Verbreitung des Virus zu reduzieren und gleichzeitig einen geordneten Reiseverkehr zu erlauben. Derzeit werde diskutiert, wer diese Tests bezahle. Aus Sicht der Swiss sei klar, dass die Tests gemeinsam in einer Partnerschaft mit den Flughäfen und medizinischen Drittanbietern zu realisieren seien.

Bis Ende September alles zurückerstattet

Goudarzi Pour äusserte sich ferner zum Flugbetrieb. Die Swiss hebe von 3 Prozent des ursprünglichen Flugprogramms ab und fliege nun wieder Richtung 40 Prozent der Kapazität und 85 Prozent aller Destinationen. Dieses Ziel solle bis Ende Oktober erreicht werden.

Heute liege die Swiss bei etwa 30 Prozent Kapazität von dem, was ursprünglich geplant gewesen sei. Sollte sich die Situation jedoch weiter verschärfen, werde die Swiss längere Zeit benötigen. Goudarzi Pour versicherte, dass jeder Kunde, der eine Rückerstattung wegen der Coronakrise beantrage, sein Geld zurück erhalte. Die Swiss werde bis Ende September alle Anträge auf Rückerstattung abgearbeitet haben, die bis Ende Juli eingereicht worden seien.

Bisher seien seit Anfang Jahr weltweit über 400 Millionen Franken für über 700'000 Tickets ausgezahlt worden. Die schiere Zahl der Rückerstattungsanträge habe verhindert, dass die Swiss nicht schneller habe auszahlen können. Inzwischen seien die Kapazitäten für die Bearbeitung stark erhöht worden.

(SDA)

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