Swissair-Prozess: Schorderet schweigt
Aktualisiert

Swissair-Prozess: Schorderet schweigt

Am fünften Prozesstag im Swissair-Prozess hat am Montag auch der ehemalige Finanzchef Georges Schorderet die Aussage verweigert. Er sei «nicht schuldig», sagte er in einer persönlichen Stellungnahme.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft seien «gänzlich unbegründet», sagte Schorderet. Er bestreite sämtlich Vorwürfe. Schorderet und den Verwaltungsratsmitgliedern der zusammengebrochenen SAir werden im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Airline-Geschäftes Gläubigerschädigung und ungetreue Geschäftsbesorgung vorgeworfen.

Im Zuge der Restrukturierung der SAirLines habe er und seine Mitarbeiter in den Monaten Februar und März 2001 «praktisch Tag und Nacht, sieben Tage die Woche» gearbeitet.

Die Anstrengungen seien keinesfalls darauf ausgerichtet gewesen, den Konzern in den Abgrund zu schicken. Vielmehr habe man das «Beste im Interesse der Beschäftigten, der Aktionäre und weiterer Beteiligten» erreichen wollen.

Dass dies nicht gelungen sei, bedaure er sehr, sagte Schorderet. Das Grounding der Fluggesellschaft sei auch für ihn eine «grosse Tragödie» gewesen.

(sda)

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