Swisscom-Abenteuer mit debitel kostet Milliarden
Aktualisiert

Swisscom-Abenteuer mit debitel kostet Milliarden

Die Swisscom verkauft ihre Tochter debitel nun doch und muss dabei einen Verlust von rund 3,6 Milliarden Franken einstecken.

Die Swisscom nimmt aber noch nicht den gesamten Betrag ein. Sie gewährt dem Käufer ein Darlehen von 210 Mio. Euro (325 Mio. Franken), wie es in einem Communiqué vom Freitag heisst. Das Darlehen soll verzinst bis in acht Jahren gezahlt werden, sagte eine Konzernsprecherin auf Anfrage. In den Büchern führte Swisscom die debitel-Beteiligugn noch mit 848 Mio. Franken.

Für die Swisscom bringt der Verkauf gegenüber dem Kaufpreis von 4,3 Mrd. Fr. einen Verlust von rund 3,6 Milliarden für den mehrheitlich staatskontrollierten Konzern von Jens Alder. Die Swisscom hatte 93 Prozent an debitel besessen.

Permira übernimmt einschliesslich des 2-Prozent-Anteils von Electronic Partner 95 Prozent an debitel. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen. Der Vollzug der Transaktion wird Ende Juni erwartet, wie es heisst. An der Börse 2,5 Prozent schwächer auf 404,5 Franken.

(sda)

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