Aktualisiert 11.01.2012 15:03

Fastweb-DesasterSwisscom-Engagements in Frage gestellt

Die Fernmelde-Kommission des Ständerates will den Milliardenabschreiber der Swisscom nicht einfach hinnehmen und verlangt einen Bericht. Ein Verbot stehe derzeit aber nicht zur Diskussion.

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fum/sda
War das Engagement der Swisscom bei der italienischen Firma richtig? Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates will solchen Fragen nachgehen.

War das Engagement der Swisscom bei der italienischen Firma richtig? Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates will solchen Fragen nachgehen.

Der Milliardenabschreiber der Swisscom auf ihre italienische Tochter Fastweb beschäftigt auch die Politik: Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates (KVF) verlangt einen Bericht der Verwaltung über die Konsequenzen für künftige Auslandengagements der Swisscom.

Die Kommission empfing die Spitzen der Swisscom und die zuständigen Vertreter der Verwaltung zu einer Aussprache, wie sie am Mittwoch mitteilte. Nach einer «intensiven» Diskussion zum Engagement von Swisscom bei Fastweb habe die Kommission einen Bericht für ihre Märzsitzung verlangt.

Wie Kommissionsmitglied Christine Egerszegi gegenüber 20 Minuten Online sagt, stand ein Verbot von Auslandsengagements der Swisscom nicht im Raum. «Es kann aber sein, dass der Bericht Fragen aufwirft, die wir dann zu beantworten haben», so Egerszegi.

4,6 Milliarden Franken investiert

Die Swisscom hatte im Dezember mitgeteilt, dass die italienische Breitbandtochter Fastweb ihren Gewinn um 1,2 Milliarden Franken in die Tiefe reisst. Die Swisscom hatte für den Kauf von Fastweb vor vier Jahren umgerechnet 4,6 Milliarden Franken investiert.

Heute bleibe davon zusammen mit den ordentlichen jährlichen Abschreibungen nur noch 2,9 Milliarden Euro übrig, schrieb Swisscom. Dies sei eine Wertminderung von 35 Prozent seit der Übernahme. Nach Abzug von Steuereffekten reisse der Milliardenabschreiber den Reingewinn der Swisscom um 1,2 Milliarden Franken nach unten. Der Milliardenabschreiber befeuerte die Debatte über die Auslandgeschäfte der Swisscom.

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