Aktualisiert 15.06.2005 00:26

Swisscom kassierte für Netzbenutzung zu viel

Die Swisscom hat laut der ComCom für Verbindungsdienste 30% zu viel berechnet. Das Unternehmen geht gegen das Urteil vor Bundesgericht.

Das Oberste Gericht der Schweiz muss sich mit diesem Fall bereits zum zweiten Mal auseinander setzen: Bereits 2003 hatte sich die Swisscom gegen ein Urteil der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) gewehrt, wonach sie in den Jahren 2000 bis 2003 für die Benutzung ihres Telefonnetzes 30 Prozent zu viel verlangt hatte. Im Oktober 2004 wies das Bundesgericht den Fall zur Neubeurteilung an die Kommission zurück.

Gestern teilte die ComCom nun mit, dass sie auch nach einer zweiten Beurteilung zum gleichen Urteil komme. Sie hat die Swisscom angewiesen, den Konkurrenten Sunrise und MCI Worldcom die zu viel berechneten Beträge zurückzuzahlen. Damit dürften die Festnetzpreise kräftig ins Rutschen geraten, kündigte die ComCom an.

Die Swisscom teilte postwendend mit, das Urteil der Kommission erneut vor dem Bundesgericht anzufechten. Gleichzeitig haben weitere Interkonnektionspartner wie etwa Tele 2 Forderungen in Millionenhöhe angekündigt, falls der Bundesrichter das ComCom-Urteil bestätigt.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.