Swisscom legt kräftig zu: 1,56 Mia Franken Gewinn
Aktualisiert

Swisscom legt kräftig zu: 1,56 Mia Franken Gewinn

Die Swisscom hat den Reingewinn im vergangenen Jahr verdoppelt. Grund dafür sind Effizienzverbesserungen und geringere Abschreibungen.

Nach dem Einbruch im Vorjahr hat die Swisscom 2003 einen Gewinnsprung hingelegt: Der Reingewinn stieg von 824 Millionen auf 1,569 Milliarden Franken. Ein Grund dafür sind die im Vorjahresvergleich viel geringeren Abschreiber auf der deutschen Mobil-Tochter Debitel, die nun verkauft werden soll.

Ein weiterer Grund für das deutlich verbesserte Ergebnis seien Effizienzverbesserungen und die Reduktion von Kosten, teilte die Swisscom mit. Diese bekam das Personal zu spüren: Im letzten Jahr wurden 1263 Stellen abgebaut. Ende Dezember beschäftigte die Swisscom noch 19 207 Mitarbeiter nach 20 470 im Jahr 2002.

Erneut geschrumpft sei der grösste Bereich Festnetz, dessen Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent auf 4,498 Milliarden Franken abnahmen. Im Mobilfunkbereich wachsen die Bäume auch nicht mehr in den Himmel. Der Umsatz mit externen Kunden sei um 1,8 Prozent auf 3,434 Milliarden Franken gestiegen. Der Betriebsgewinn schrumpfte allerdings um 0,7 Prozent auf 1,674 Milliarden Franken.

Vom guten Ergebnis profitieren vor allem die Aktionäre: Ihnen werden Dividenden von insgesamt 861 Millionen Franken ausbezahlt.

(AP/SDA)

Fernsehen mit Swisscom

Die Swisscom steigt im Sommer ins TV-Geschäft ein. Damit will sie sich gegen die Konkurrenz der Kabelnetzbetreiber wehren. Etwa 500 Testhaushalte in der deutschen Schweiz dürfen drei Monate lang in beinahe DVD-Qualität über die Telefonbuchse fernsehen. Allerdings würde ein breiter Einstieg ins TV-Geschäft für die Swisscom sehr teuer, weil sie die Leistungsfähigkeit ihres Netzes massiv erhöhen müsste. Zudem gab die Swisscom bekannt, dass ab Frühling in ersten Gebieten Breitbandsurfen mit dem GSM-Handy möglich sein wird – dies um die Zeit zu überbrücken, bis UMTS flächendeckend angeboten wird.

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