Aktualisiert 16.03.2020 15:52

Deutschschweiz

Swisscom-Leitungen sind völlig überlastet

Die Swisscom kämpft seit Montagmorgen mit Problemen. In weiten Teilen der Deutschschweiz kommt es zu Unterbrüchen.

von
scl
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Grossflächige Störung: Das Swisscom-Netz ist am Montagmorgen völlig überlastet.

Grossflächige Störung: Das Swisscom-Netz ist am Montagmorgen völlig überlastet.

allestörungen.ch
«Wir verzeichnen aktuell dreimal mehr Anrufe über das Mobilfunknetz. Auch im Festnetz ist das Volumen massiv gestiegen», heisst es bei der Swisscom auf Anfrage.

«Wir verzeichnen aktuell dreimal mehr Anrufe über das Mobilfunknetz. Auch im Festnetz ist das Volumen massiv gestiegen», heisst es bei der Swisscom auf Anfrage.

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Mitte Februar ging bei der Swisscom gar nichts mehr: Der Telekomriese hatte am 11. Februar 2020 mit einer technischen Panne zu kämpfen.Nach der zweiten Panne innerhalb eines Monats hatte das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) nun «eine vertiefte Abklärung der Ursachen» angekündigt.

Mitte Februar ging bei der Swisscom gar nichts mehr: Der Telekomriese hatte am 11. Februar 2020 mit einer technischen Panne zu kämpfen.Nach der zweiten Panne innerhalb eines Monats hatte das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) nun «eine vertiefte Abklärung der Ursachen» angekündigt.

Screenshot allestoerungen.ch

Internet, Swisscom TV und die Festnetztelefonie sind bei einigen Swisscom-Kunden am Montagmorgen unterbrochen. Dies ist den Störungshinweisen zu entnehmen. Der Unterbruch betrifft weite Teile der Deutschschweiz.

Wie Leser melden, werden Telefonanrufe ständig unterbrochen und man falle aus der Leitung. Grund für die Störung ist laut Swisscom eine Überlast. «Wir verzeichnen aktuell dreimal mehr Anrufe über das Mobilfunknetz. Auch im Festnetz ist das Volumen massiv gestiegen», heisst es auf Anfrage.

«Seit heute 9 Uhr werden deshalb bei einem Teil der Privat- und Geschäftskunden Mobile- oder Festnetz-Telefonie-Gespräche unterbrochen.» Man arbeite an einer Kapazitätserweiterung, heisst es weiter.

Punktuelle Überlastung nicht ausgeschlossen

Das Telekommunikations-Verhalten der Kundinnen und Kunden sei aktuell nicht vorhersehbar. Die Mitarbeitenden würden die Netze derzeit viel enger als sonst überwachen und laufend Massnahmen treffen, schreibt das Unternehmen. Eine punktuelle Überlastung könne aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

In Stocken geraten kann auch der Internet-Datenverkehr - etwa, wenn Unternehmen ihre Systeme nicht auf ein verstärktes Zugreifen via Internet ausgerüstet haben. Dann kann es zu Engpässen beim Eingang in die Infrastruktur des Unternehmens kommen.

Genügend Kapazität in Daten-Netz-Infrastruktur

Die Swisscom stelle den Kunden auf Wunsch mehr Bandbreite zur Verfügung, falls die physikalischen Leitungen dafür ausreichend sind. Priorität hätten aber klar die Kunden, die einen zentralen Dienst in der Landesversorgung wahrnehmen, also systemrelevant seien, hiess es bei der Swisscom.

Die Swisscom geht aktuell davon aus, dass trotz der Zunahme an Homeoffice noch genügend Kapazität in der Daten-Netz-Infrastruktur vorhanden sind. Die Arbeit im Homeoffice benötige nicht so viele Ressourcen wie etwa das Streaming von TV oder Netflix, sondern nur einen «kleinen Anteil des Gesamtverkehrs». In der letzten Woche habe sich der Datenverkehr im tiefen einstelligen Prozentbereich der gesamten Netzlast bewegt. (scl/sda)

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