Swisscom mit 2-Milliarden-Gewinn und Umsatzsorgen
Aktualisiert

Swisscom mit 2-Milliarden-Gewinn und Umsatzsorgen

Der Telekommunikationskonzern Swisscom hat im vergangenen Jahr trotz rückläufigem Umsatz einen Viertel mehr Gewinn gemacht. Der Konzern kündigte zudem eine Drei-Säulen-Strategie an.

Der Reingewinn den die Swisscom im vergangenen Jahr erwirtschaftete, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 26,7 Prozent auf 2,022 Milliarden Franken, wie der Branchenleader am Mittwoch mitteilte. Damit wurden die Erwartungen der Finanzanalysten übertroffen.

Der Umsatz ging jedoch um 3,2 Prozent auf 9,732 Milliarden Franken zurück und unterschritt damit erstmals seit dem Börsengang die Zehn-Milliarden-Marke. Dies dürfte auf den zunehmend härteren Wettbewerb in der Mobilfunkbranche zurückzuführen sein. Auf Stufe des Betriebsergebnisses (EBITA) sank das Ergebnis um 4,9 Prozent auf 4,171 Milliarden Franken.

Die Aktionäre und damit allen voran der Bund, der noch 62,45 Prozent an der Swisscom hält, sollen eine um zwei auf 16 Franken pro Aktie erhöhte Dividende erhalten. Zudem werden 2,25 Milliarden Franken in Form eines Aktienrückkaufs ausgeschüttet, darunter eine zusätzliche Milliarde, um die Wünsche des Bundesrats zu befriedigen.

Neue, verordnete Strategie präsentiert

Die neue Strategie nach den vom Mehrheitsaktionär verordneten Restriktionen im Ausland und der geplanten Privatisierung umfasst drei Pfeiler, und zwar die Stärkung des Kerngeschäfts mit konvergenten Angeboten, ein stärkeres Wachstum mit Lösungen für Geschäftskunden sowie gezielte Expansionsprojekte.

In der Konzernleitung kommt es nach der Ablösung von Jens Alder durch Carsten Schloter an der Spitze zu weiteren Wechseln. So übernimmt Adrian Bult die Leitung des Mobilfunkgeschäfts, das bisher Schloter geführt hatte. (dapd)

Deine Meinung