Google Adwords : Swisscom nutzt neuen Namen Salt für Werbung
Aktualisiert

Google Adwords Swisscom nutzt neuen Namen Salt für Werbung

Orange heisst neu Salt. Davon will auch Konkurrentin Swisscom profitieren. Sie nutzt dies gezielt für Werbung in eigener Sache.

von
Laura Frommberg
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Wer bei Google nach Salt sucht, findet Swisscom. Die Konkurrentin nutzt den neuen Markennamen gezielt in den eigenen Stichwörtern, um ihre eigene Werbung sichtbarer zu machen.

Wer bei Google nach Salt sucht, findet Swisscom. Die Konkurrentin nutzt den neuen Markennamen gezielt in den eigenen Stichwörtern, um ihre eigene Werbung sichtbarer zu machen.

Der Schweizer Mobilfunkanbieter Orange hat sich erst gerade umtaufen lassen. In der Vergangenheit haben schon viele Firmen in der Schweiz den Namen geändert. In der Diashow zeigen wir Ihnen einige davon.

Der Schweizer Mobilfunkanbieter Orange hat sich erst gerade umtaufen lassen. In der Vergangenheit haben schon viele Firmen in der Schweiz den Namen geändert. In der Diashow zeigen wir Ihnen einige davon.

Keystone/Ennio Leanza
Auch bei der Mobilfunk-Konkurrenz gab es schon Umbenennungen. Sunrise (im Bild CEO Libor Voncina) hiess bis 2001 Diax.

Auch bei der Mobilfunk-Konkurrenz gab es schon Umbenennungen. Sunrise (im Bild CEO Libor Voncina) hiess bis 2001 Diax.

Keystone/Steffen Schmidt

Der Namenswechsel von Orange zu Salt dürfte ziemlich viele Kunden interessieren. Und um sich zu informieren, nutzen viele von ihnen Google. Das nutzt Konkurrentin Swisscom nun für sich. Wenn man in der Schweiz Salt googelt, erscheint Werbung für Swisscom-Flatrates.

Wie das funktioniert: Wer bei Google Anzeigen bucht, kann verschiedene Stichwörter eingeben. In den Google-Ergebnissen zu diesen werden dann auch die Anzeigen erscheinen. Kleiderhändler etwa können das mit rote Hose, blaue Hose, Jeans, Schuhen, aber auch spezifischeren Begriffen machen und erscheinen so immer zuoberst. Viele Onlinehändler haben dafür zuständige Teams, die die Stichwörter laufend anpassen.

Swisscom hat das Stichwort Salt

Swisscom hat nun bei den Adwords Salt in die Stichworte aufgenommen. Deshalb erscheint die Anzeige für Swisscom-Roaming teilweise über Suchergebnisse von Salt selbst. Dagegen tun kann Salt nichts. Denn was eine Firma als Stichworte bei den Anzeigen eingibt, ist ihre eigene Sache. Nur wenn Swisscom in ihrer Anzeige das Wort Salt selbst verwenden würde, könnte das zum Problem werden. «Inhaber einer Marke können dann Beschwerde einreichen», so Sergey Alekseyev vom Beratungsunternehmen SEO Suisse.

Warum erscheint Salt bei den Anzeigen gar nicht? «Swisscom strengt sich im Moment mehr an als Salt/Orange, was die Werbung anbelangt», erklärt Christian Schickler, Google-Experte bei Webrepublic. Er führt aus, dass Swisscom im Moment für so genannte Brand-Suchanfragen zum Begriff Salt Eigenwerbung schaltet – klickt ein Nutzer drauf, zahlt Swisscom für den Klick. Im Gegensatz dazu mache dies Salt/Orange noch nicht.

Nicht unbedingt Praxis, den eigenen Namen einzugeben

Es sei aber eigentlich gar nicht Praxis, seinen eigenen Namen in den Keywords einzugeben, so Alekseyev. «Man erscheint ja auch in der organischen Suche schon ganz oben.» Und wenn Kunden nach der Marke suchen, dann müsse man sie ja auch nicht noch einmal mit Werbung darauf hinweisen. «Aber wenn man die maximale Präsenz haben will, kann man das natürlich auch mit dem eigenen Namen machen.»

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