Werbung mit Doppel-Olympiasieger – Swisscom trickst bei Nostalgie-Spot mit Simon Ammann
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Werbung mit Doppel-OlympiasiegerSwisscom trickst bei Nostalgie-Spot mit Simon Ammann

Das Telekomunternehmen macht Werbung mit Skispringer Simon Ammann. Die Aufnahmen von dessen Olympiasieg durfte die Firma jedoch nicht übernehmen – also haben die Werbemacher zu einem Kniff gegriffen.

Der Star des neuen Swisscom-TV-Spots ist Skispringer Simon Ammann.

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Darum gehts

  • Die Swisscom lässt in einem neuen Spot unter anderem den Exploit von Skispringer Simon Ammann an den Olympischen Winterspielen 2002 wieder aufleben.

  • Juristische Schwierigkeiten verhinderten aber, dass das Unternehmen auf die Audio- und Videoaufnahmen von damals zurückgreifen konnte.

  • Die Macher setzten stattdessen auf einen professionellen Sprecher.

Zurzeit laufen im Fernsehen zur besten Sendezeit während des Skiweltcups gleich mehrere neue Spots der Swisscom. In einem der Clips hat die Marketingabteilung des Telekomunternehmens die erfolgreiche Karriere von Skispringer Simon Ammann als Vergleichsmasse zu den eigenen Erfolgen in Rankings über das beste Telefonnetz im Land genommen. «Seriensieger» heisst der Spot. Auf der Tonspur ist eine männlichen Stimme zu hören, die Ammann mit den berühmten Worten «Flieg Simi, flieg!» anfeuert.

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Skispringer Simon Ammann ist der Star des neuesten Swisscom-TV-Spots.

Skispringer Simon Ammann ist der Star des neuesten Swisscom-TV-Spots.

Screenshot/YouTube SRF
Der Telekomanbieter lässt den Exploit des damals 21-Jährigen an den Olympischen Winterspielen 2002 wieder aufleben. 

Der Telekomanbieter lässt den Exploit des damals 21-Jährigen an den Olympischen Winterspielen 2002 wieder aufleben.

AFP
Ammann holte damals völlig überraschend Doppelgold in Salt Lake City (USA).

Ammann holte damals völlig überraschend Doppelgold in Salt Lake City (USA).

AFP

Stammen tun diese Wörter im Original von SRF-Moderator Michael Stäuble, der das Doppelgold von Skispringer Ammann bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City (USA) feierte. Stäuble hatte die berühmten Worte damals im Februar 2002 ausgesprochen. Der 21-jährige Ammann hatte zuvor bereits Gold auf der Normalschanze geholt, als er zum Sprung auf der Grossschanze ansetzte. Der Toggenburger überbot die führenden 128 Meter und schaffte die Sensation.

Wie die CH-Media-Zeitungen berichten, haben die Macher und Macherinnen des Clips die Worte nun von einem professionellen Sprecher nachsprechen lassen. Grund sind rechtliche Beschränkungen. Einerseits durften sie nicht auf das Original-Material der Olympischen Spiele zurückgreifen und andererseits ist es SRF-Moderatoren und SRF-Moderatorinnen untersagt, Werbung zu machen. Die Bildaufnahmen aus dem SRF-Archiv zeigen andere Sprünge aus der illustren Karriere Ammanns. Auf diese hätten die Macher und Macherinnen mit Genehmigung des SRF-Managements zurückgreifen können. An der Produktion des Spots waren auch das Hollywood-Glamour-Paar Will und Jada Pinket Smith beteiligt. Sie sind Miteigentümer der Produktionsfirma Telepool aus Zürich.

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(pme)

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