Swissfirst-Affäre: Noch ein Strafverfahren

Aktualisiert

Swissfirst-Affäre: Noch ein Strafverfahren

Gegen Peter Rüegg, den am vergangenen Montag abrupt zurückgetretenen Chef der OZ Bankers, ist ein Strafverfahren im Gang. Zwischen ihm und dem entlassenen PK-Manager der Siemens sollen

Gegen Rüegg werde etwa seit drei Wochen ermittelt, sagte der Zürcher Staatsanwalt Arno Thürig am Mittwoch auf Anfrage zu einem Bericht des Zürcher «Tages-Anzeigers» (TA). Um welche Straftatbestände es geht und ob ein Zusammenhang zum Verfahrenskomplex Swissfirst/Pensionskasse besteht, wollte Thürig nicht sagen. Im Interesse der Ermittlungen könne er im Moment keine weiteren Angaben machen.

Laut TA-Informationen hängt das Verfahren gegen Rüegg eng mit jenem gegen den Portfolio-Manager der Pensionskasse von Siemens Schweiz zusammen. Dieser war am 10. Oktober aus gut einmonatiger Untersuchungshaft entlassen worden. Ihm wird die Entgegennahme von Kickback-Zahlungen in der Höhe von einer halben Million Franken vorgeworfen.

Der OZ-Bankers-Chef Rüegg war am vergangenen Montag von dem Institut mit sofortiger Wirkung verabschiedet worden. Der Abgang wurde mit persönlichen Gründen und Handlungen erklärt, die Gegenstand einer bankinternen Untersuchung sind. Laut dem TA-Bericht, den Thürig nicht kommentieren wollte, sollen zwischen Rüegg und dem von Siemens inzwischen fristlos entlassenen Pensionskassenmanager mehrmals grosse Geldsummen geflossen sein. Die Siemens-Pensionskasse war früher an der OZ Bankers AG beteiligt gewesen. (dapd)

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