Aktualisiert 13.02.2009 09:09

GewinneinbruchSwissquote leidet unter Lehman

Der Internet-Broker Swissquote hat 2008 fast ein Drittel weniger verdient. Grund für den Gewinneinbruch auf 32,8 Millionen Franken ist ein Abschreiber über 12,2 Millionen Franken auf einer Lehman-Obligation. Steigern konnte der Broker den Ertrag.

Er stieg leicht um 0,7 Prozent auf 111,7 Millionen Franken. Damit habe Swissquote das Rekordergebnis des Vorjahres übertroffen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Rückläufig war hingegen der Betriebsgewinn. Er sank um 4,9 Prozent auf 57,0 Millionen Franken.

Der Betriebsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent auf 54,6 Millionen Franken. Grund für die Zunahme seien gestiegene Produktions- und Amortisationskosten.

Die Zahl der Handelskunden stieg um 28,9 Prozent auf 117 141 und übertraf damit die angepeilten 115 000. Der Zufluss an Neugeldern überstieg mit 1,3 Milliarden Franken das angestrebte Ziel von 1,2 Milliarden Franken ebenfalls. Die Kundenvermögen nahmen allerdings wegen der Finanzkrise um 22,4 Prozent auf 4,5 Milliarden Franken ab.

2009 will Swissquote die Wachstumsstrategie mit einer Steigerung der Kundenzahl um 25 000 und einem Neugeldzufluss von über einer Milliarde Franken weiterführen. Bei gleichbleibenden Handelsaktivitäten (verglichen mit 2008) und in Anbetracht der tieferen Zinserträge sollte der Ertrag 2009 etwa in gleicher Höhe ausfallen wie im letzten Jahr, heisst es in der Mitteilung weiter.

(sda)

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