Symbolfigur gegen Rassentrennung ist tot
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Symbolfigur gegen Rassentrennung ist tot

Eine der Symbolfiguren des Kampfes gegen die Rassentrennung in den USA, Mildred Loving, ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Die Afroamerikanerin hatte für ihre Ehe mit einem Weissen gekämpft.

Wie die Zeitung «The Washington Post» am Dienstag berichtete, starb Loving bereits am Freitag in ihrem Haus in Milford im US- Bundesstaat Virginia an den Folgen einer Lungenentzündung.

Loving hatte 1967 Geschichte geschrieben, als sie wegen des Verbots ihrer Ehe mit einem Weissen vor Gericht zog. Damit schuf sie einen Präzedenzfall.

Der Oberste Gerichtshof der USA erklärte damals in dem spektakulären Fall «Loving gegen Virginia» das Verbot von Mischehen für verfassungswidrig. Daraufhin hoben Virginia und 16 weitere US- Bundesstaaten das Verbot von Eheschliessungen zwischen Schwarzen und Weissen auf.

Gefängnisstrafe entkommen

Die in Virginia wohnhafte Loving hatte 1958 in der Hauptstadt Washington einen weissen Arbeiter geheiratet. Weil gemischtrassige Hochzeiten in Virginia damals verboten waren, wurde das Paar bei seiner Rückkehr festgenommen und entkam einer Gefängnisstrafe nur, weil es einwilligte, Virginia für 25 Jahre zu verlassen.

Das Paar ging nach Washington und zog mit Unterstützung der Amerikanischen Bürgerrechtsunion (ACLU) und Vereinigung zur Förderung Farbiger (NACCP) vor Gericht, um die Rechtmässigkeit der Ehe zu erstreiten.

Loving hatte stets beteuert, aus Liebe geheiratet zu haben. «Das war kein politischer Akt.» Ihr Mann Richard kam bereits 1975 bei einem Autounfall ums Leben.

(sda)

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