Synchron ist nur wenns beide tun
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Synchron ist nur wenns beide tun

Die russischen Synchronspringer Gleb Galperin und Aleksander Dobroskok waren beim WM-Springen in Melbourne auf Goldkurs. Doch dann verpasste Dobroskok beim drittletzten Durchgang den Absprung - von Rang 1 auf den letzten Platz in Sekundenbruchteilen. Und Dobroskok schaffte das «Kunststück» im letzten Versuch nochmals.

Aleksander Dobroskok kam sich in diesem Moment wohl vor, als stände er nackt vor Tausenden von Leuten. So viel fehlte dazu eigentlich gar nicht. Der Russe stand nur mit der Badehose bekleidet auf dem 3m-Brett und konnte nicht mal im Boden versinken. Er musste erst vom Brett runter. Den gleichen Weg, wie er gekommen war - über die Treppe. Denn soeben hatte er die Goldträume von ihm und seinem Partner Gleb Galperin vernichtet. Die beiden lagen nach drei von sechs Durchgängen an der WM in Melbourne in Führung und hätten bei normalem Verlauf zumindest eine Medaille fast auf sicher gehabt. Doch von einem Augenblick auf den anderen wurden die zwei vom Leaderthron auf den letzten Platz geschleudert, wo sie den Final-Wettbewerb auch beendeten.

So ein Missgeschick sollte nicht, kann aber in einem Wettkampf passieren. Einmal? Aleksander Dobroskok schaffte das «Kunststück» im letzten Durchgang nochmals. Wie das ganze aussieht, wenn nur einer von zwei «synchron» ist, sehen Sie in unserer Bildstrecke.

Zum Glück für seinen Teampartner Galperin klappte es mit der Goldmedaille bei der WM in Melbourne doch noch: Vom 10m-Brett sicherte sich der Russe den Weltmeistertitel - allerdings im Einzelwettkampf.

(fox)

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