Chemchina-Übernahme: Syngenta wird definitiv chinesisch
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Chemchina-ÜbernahmeSyngenta wird definitiv chinesisch

Die Übernahme der Basler durch Chemchina ist unter Dach und Fach. Nach den EU-Behörden haben nun auch die Aktionäre zugestimmt.

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sep
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Die Übernahme war auch an der Basler Fasnacht ein Thema: Laterne zeigt ein Sujet an der Laternenausstellung am Münsterplatz in Basel am 7. März 2017.

Die Übernahme war auch an der Basler Fasnacht ein Thema: Laterne zeigt ein Sujet an der Laternenausstellung am Münsterplatz in Basel am 7. März 2017.

Keystone/Georgios Kefalas
Mega-Deal: Ren Jianxin von Chemchina schüttelte Michel Demaré des Schweizer Unternehmens Syngenta die Hand. (3. Februar 2016)

Mega-Deal: Ren Jianxin von Chemchina schüttelte Michel Demaré des Schweizer Unternehmens Syngenta die Hand. (3. Februar 2016)

Keystone
Langer Prozess: Die 43 Milliarden Dollar schwere Fusion gilt als grösste chinesische Übernahme im Ausland. (4. Mai 2014)

Langer Prozess: Die 43 Milliarden Dollar schwere Fusion gilt als grösste chinesische Übernahme im Ausland. (4. Mai 2014)

Keystone/Patrick B. Krämer

Der Übernahme des Baslers Agrochemiekonzerns Syngenta durch den chinesischen Staatskonzern Chemchina steht nichts mehr im Weg: Die Syngenta-Aktionäre haben den Chinesen über 80 Prozent der Aktien angeboten.

Damit kann eine der grössten Übernahmen eines chinesischen Unternehmens im Ausland vollzogen werden. Die Aktionäre von Syngenta haben den rund 43-Milliarden-Dollar-Deal möglich gemacht, indem sie Chemchina 80,7 Prozent der Aktien andienten. Das teilte das Basler Unternehmen am Freitag mit.

Die Fusion zwischen dem Pflanzenschutz- und Saatgut-Produzenten und dem chinesischen Staatsunternehmen Chemchina gilt als eine der grössten Übernahmen eines chinesischen Unternehmens im Ausland. Das Geschäft soll der Volksrepublik mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen dabei helfen, ihre landwirtschaftliche Produktion zu steigern, da die Anbaufläche sinkt.

Sieben Fristverlängerungen nötig

Bereits im März 2016 hat Chemchina das Übernahmeangebot für Syngenta lanciert. Eigentlich wollten die beiden Konzerne den grössten Auslandszukauf eines chinesischen Unternehmens bereits vergangenes Jahr abschliessen.

Die Übernahme verzögerte sich jedoch, weil unter anderem die Wettbewerbsbehörden der EU zusätzliche Informationen anforderten. Chemchina machte von den sieben möglichen Angebotsfristverlängerungen Gebrauch, die nach den Regeln der Schweizer Übernahmekommission (UEK) vorgesehen sind.

Inzwischen haben alle Behörden ausser jene in Indien der Übernahme zugestimmt, teilweise unter Bedingungen. Die indischen Wettbewerbsbehörden haben den Deal zwar nicht formell abgesegnet. Gemäss indischem Recht hätte sie sich bis am 21. März äussern müssen. Diese Frist war jedoch ungenützt verstrichen.

«Die Übernahme ist nicht mehr zu stoppen», sagte Syngenta-Verwaltungsratspräsident Michel Demaré daher Ende April im Interview mit der «SonntagsZeitung». Bis im Sommer soll die Übernahme abgeschlossen sein. (sep/sda)

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