Friedensgespräche: Syrien nimmt an zweiter Konferenz in Genf teil
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FriedensgesprächeSyrien nimmt an zweiter Konferenz in Genf teil

Lange war unklar, ob die syrische Regierung an der zweiten Friedenskonferenz in Genf dabei sein wird. Wenige Tage vor den Gesprächen willigte das Regime nun ein.

Die syrische Regierung will an der zweiten Runde der Friedensgespräche in Genf teilnehmen. Dies gab Vize-Aussenminister Faisal Mekdad am Freitag bekannt. Die Verhandlungen sollen am Montag wieder aufgenommen werden.

Es sei entschieden worden, dass die Delegation zu den Verhandlungen reise, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Freitag den stellvertretenden Aussenminister Mekdad. Dieser war auch schon Delegationsmitglied bei der ersten Gesprächsrunde, die vor einer Woche ohne nennenswerte Ergebnisse beendet wurden.

Die syrische Delegation wolle ihre «Bemühungen fortsetzen», die sie bei vorherigen Verhandlungen gezeigt habe, sagte Mekdad Sana zufolge weiter. Syrien könne nur zu Sicherheit und Stabilität zurückfinden, wenn in Genf über ein Ende «von Terrorismus und Gewalt» gesprochen werde. Die syrische Regierung bezeichnet die Aufständischen in dem seit drei Jahren andauernden Bürgerkrieg als Terroristen.

Zweites Treffen am Montag

Der UNO-Sondergesandte Lakhdar Brahimi lud Regierung und Opposition zu einer zweiten Runde ab dem 10. Februar ein. Die Opposition hatte einer Teilnahme bereits vor einer Woche zugestimmt. Die neuen Gespräche sind die zweite Runde der sogenannten Genf-II-Konferenz.

Genf-I fand im Jahr 2012 statt. Daraus resultierte die Verhandlungsbasis, die einen Übergang in Syrien einleiten sollte. Brahimi soll auch am Montag wieder bei den Gesprächen vermitteln. Grösster Streitpunkt ist die Forderung der Opposition nach einem Rücktritt von Staatschef Baschar al-Assad. Damaskus lehnt das ab. (sda)

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