Geld für tote Dorfbewohner: Syrien verlangt Entschuldigung der USA
Aktualisiert

Geld für tote DorfbewohnerSyrien verlangt Entschuldigung der USA

Nach dem US-Angriff auf ein Ziel im syrischen Grenzgebiet zum Irak hat die Regierung in Damaskus eine Entschuldigung sowie eine finanzielle Entschädigung verlangt.

Der stellvertretende Aussenminister Faisal Mekdad wies ausserdem Angaben aus den USA zurück, wonach bei dem Kommandounternehmen ein Führer der Terrororganisation Al Kaida im Irak getötet worden sein soll.

Alle acht bei dem Angriff am Sonntag getöteten Personen seien einfache Bewohner gewesen, sagte Mekdad. Der Al-Kaida-Führer Abu Ghadijah sei nicht darunter gewesen. Die Regierung wisse nicht, wo sich dieser aufhalte, beteilige sich aber mit seinem Geheimdienst an der Suche nach ihm.

Unterdessen rief die US-Botschaft in Damaskus alle in Syrien lebenden Amerikaner zu besonderer Vorsicht auf. Im Anschluss an den US-Angriff und der heftigen syrischen Kritik daran soll die diplomatische Vertretung möglicherweise für den Besucherverkehr geschlossen werden. «Die amerikanische Gemeinschaft in Syrien sollte wissen, dass unvorhergesehene Ereignisse oder Umstände eintreten können, die die US-Botschaft dazu veranlassen könnten, für die Öffentlichkeit zu schliessen», teilte die Botschaft auf ihrer Webseite mit.

Weiterhin geöffnet war am Mittwoch jedoch die amerikanische Schule und ein Kulturzentrum in Damaskus - trotz einer Anordnung der Regierung zu ihrer Schliessung. (dapd)

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