T-Mobile bleibt dem Radsport treu
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T-Mobile bleibt dem Radsport treu

Der Mobilfunk-Anbieter T-Mobile wird nach eigenen Angaben den Profi-Radsport auch in Zukunft unterstützen.

Trotz der Doping-Affären will sich der Mobilfunk-Anbieter T-Mobile weiter im Profi-Radsport engagieren. Ein Rückzug würde die Anstrengungen im Kampf gegen das Doping zur Makulatur werden lassen, sagte T-Mobile-Sprecher Christian Frommert am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Saarbrücken. Allerdings behalte sich das Unternehmen vor, bei weiteren Doping-Fällen sein Engagement zu beenden. Laut Frommert wird T-Mobile seinen Vertrag mit dem T-Mobile-Team bis zum Jahr 2010 erfüllen. Team-Manager Bob Stapleton äusserte sich erfreut über die Entscheidung.

Laut Frommert entschied der Vorstand des T-Mobile-Mutterkonzerns Deutsche Telekom am Dienstag, das seit 16 Jahren bestehende Engagement über diese Saison hinaus fortzusetzen. Das Unternehmen habe in den vergangenen beiden Wochen offensiv, offen und kontrovers darüber diskutiert. «Wir wollen den Radsport, der aus unserer Sicht auf dem Tiefpunkt ist, dabei helfen, sich wieder das Vertrauen verdienen zu können», sagte Frommert. Das Unternehmen habe der Partnerschaft Einiges zu verdanken. Allerdings werde man nicht zur Tagesordnung übergehen.

Der Weg, den Stapleton eingeschlagen habe, sei ohne Alternative, sagte der Sprecher weiter. Die Ereignisse der vergangenen Woche seien zwar ein klarer Rückschlag und eine Enttäuschung gewesen. Frommert betonte aber zugleich: «Auch wenn positive Doping-Fälle schmerzhaft sind für den Sport, sind sie ein Zeichen dafür, dass Betrüger ausfindig gemacht werden können, die Kontrollen intelligenter und effektiver werden.»

Laut T-Mobile müssen Fahrer in Zukunft einen Teils ihres Gehaltes in einen Fonds für den Anti-Doping-Kampf zahlen. Ausserdem helfe das Team, Doping-Tests zu verbessern. Frommert forderte, dass die Anstrengungen eine höhere Qualität haben und auf internationaler Ebene stattfinden müssten.

Nach dem Ende der von Doping-Skandalen überschatteten Tour de France hatten mehrere deutsche Sponsoren ihren Ausstieg aus dem Radsport angekündigt. T-Mobile, dessen Fahrer Patrik Sinkewitz positiv getestet wurde, hatte sich die Entscheidung offen gehalten. (dapd)

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