T-Mobile kauft in den USA Frequenzen für 5,2 Milliarden Franken
Aktualisiert

T-Mobile kauft in den USA Frequenzen für 5,2 Milliarden Franken

Die Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile kann ihre Geschäfte in den USA in nächster Zeit deutlich ausbauen: Die derzeitige Nummer vier auf dem US-Markt erwarb in einer am Montag abgeschlossenen vierwöchigen Auktion bei weitem die meisten Lizenzen.

T-Mobile zahlt nach Angaben der amerikanischen Regulierungsbehörde FCC für 120 Lizenzen 4,2 Milliarden Dollar (5,2 Milliarden Franken).

Die Telekom setzt verstärkt auf das Wachstum im US-Mobilfunk, nachdem in Deutschland ebenso wie in anderen europäischen Ländern inzwischen eine Sättigung eingetreten ist. In Deutschland schrumpfte im zweiten Quartal dieses Jahres sogar der Markt um 0,2 Prozent. Ganz anders die Aussichten in den USA: Der Markt dort sei vier Mal so gross wie in Deutschland und dürfte bis zum Jahr 2010 jährlich um mehr als sechs Prozent wachsen, sagte Telekom-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke vor kurzem.

Diese Chancen will die Telekom durch Ausbau ihres Netzes ergreifen. Zweitgrösster Bieter bei der Lizenzauktion in den USA war Konkurrent Verizon Wireless, die Nummer zwei auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt, mit 2,8 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Franken) für 13 Lizenzen. Insgesamt gingen Gebote über 13,9 Milliarden Dollar (17 Milliarden Franken) ein, die dem amerikanischen Staatshaushalt zugute kommen. Diese Summe entspricht dem vom Kongress erwarteten Betrag von 10 bis 15 Milliarden Dollar.

T-Mobile International in Bonn wollte am Dienstag zum Ausgang der Auktion keine Stellungnahme abgeben. Nach den in den USA geltenden Regeln dürften die beteiligten Unternehmen bis zur Zahlung der ersten Rate keine Aussagen über ihre Pläne machen. Das werde Anfang Oktober der Fall sein, sagte ein Sprecher. (dapd)

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