Nokia gibt Gas: «Tablets sind eine grosse Sache»
Aktualisiert

Nokia gibt Gas«Tablets sind eine grosse Sache»

Der taumelnde Handypionier Nokia will mit eigenen Tablet-Computern verlorenen Boden gutmachen. Und bei den Lumia-Smartphones locken die Finnen mit einem kostenlosen Musik-Streamingdienst.

von
dsc
Ein Bild aus vergangenen Zeiten. 2004 brachte der damalige Weltmarktführer Nokia Handys mit Internetanschluss auf den Markt.

Ein Bild aus vergangenen Zeiten. 2004 brachte der damalige Weltmarktführer Nokia Handys mit Internetanschluss auf den Markt.

Nokia werde eine eigene Angebotspalette an Tablets und weiterentwickelten Smartphones auf den Markt bringen, sagte der scheidende Verwaltungspräsident Jorma Ollila der «Financial Times» vom Donnerstag. «Tablets sind eine grosse Sache, und deswegen schauen wir uns das genauer an.»

Die Kombination aus neuen Produkten und Dienstleistungen werde den Unterschied ausmachen. Ab wann die neuen Geräte angeboten werden sollen, sagte Ollila allerdings nicht. Er räumte aber ein, dass Nokia die Smartphone-Revolution in der Handybranche verschlafen habe. Nokia habe anfangs zu langsam reagiert, als die internetfähigen Multifunktionshandys den Markt aufrollten, sagte der Manager, der nach 27 Jahren den finnischen Konzern verlässt.

Nokia hat zwar einstmals das Smartphone erfunden, gerät auf dem lukrativen Markt jedoch immer mehr ins Hintertreffen. Während Rivalen wie Apple und Samsung regelmässig Rekorde knacken, rutschte Nokia im ersten Quartal in die roten Zahlen.

«Mix Radio» für Lumia-Smartphones

Auch mit seiner jüngsten Smartphone-Offensive konnte der Konzern bislang nicht punkten. Jetzt bietet Nokia einen kostenlosen Musik-Streaming-Dienst zu den Lumia-Smartphones an. Der Dienst namens Mix Radio steht ab sofort in der Schweiz zur Verfügung, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Wer bereits ein Nokia Lumia 800 oder Lumia 710 hat, kann aus diversen Musik-Kanälen über 15 Millionen Titel streamen. Die Musik-Streams können dabei entweder nach Genres oder nach persönlichen Vorlieben ausgewählt werden. Zudem können bis zu vier Streams offline auf dem Smartphone gespeichert werden. Eine dauerhafte Online-Verbindung ist nicht notwendig – dies ist besonders für Auslands-Aufenthalte und Flüge praktisch. (dsc/sda)

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