Aktualisiert 09.08.2011 22:53

EurokursTägliche bis wöchentliche Anpassung

Der starke Franken beschäftigt die Tourismusregion Luzern. Der Eurokurs muss oft angepasst werden. Luzern Tourismus wünscht sich jedoch gästefreundliche Umrechnungskurse.

von
Stefanie Nopper
In Marina Fischers Fondue House wird der Eurokurs wöchentlich angepasst. (nop)

In Marina Fischers Fondue House wird der Eurokurs wöchentlich angepasst. (nop)

«Zum ersten Mal seit der Euro-Einführung mussten wir unseren zu Saisonbeginn festgelegten Kurs anpassen», so Fabienne Huber, Marketingleiterin Stanserhorn. Dies sei nötig geworden, weil die Restaurants wegen der extremen Währungsschwankungen zu viel Verlust gemacht hätten. Am Billettschalter werde gar nach dem tagesaktuellen Kurs getauscht. Der starke Franken ist auch auf dem Pilatus spürbar: «Die Gäste sind zurückhaltender und bestellen vermehrt günstigere Speisen», so Marketingleiter Beat Wälti.

Um der Situation zu trotzen, gibt es in der Hotellerie Spezialangebote: Im Luzerner Hotel Montana ist etwa das Package «Typisch Schwiiz» neu rund 90 Franken billiger. «Mit der Preissenkung soll der extreme Währungsunterschied ausgeglichen werden», sagt Mediensprecherin Simone Staubli. Auch in der Gastronomie wird den Euro-Gästen entgegengekommen: «Wir empfehlen, in Euro zu bezahlen, um Wechseleinbussen zu umgehen», sagt Marina Fischer, Geschäftsführerin des Fondue House in Luzern.

Das freut den Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren. Es gebe zwar keine offiziellen Richtlinien für Restaurants und Hotels. Aber: «Wir begrüssen es, wenn die Kurse gästefreundlich sind und die Währungsverluste nicht täglich an die Touristen weitergegeben werden.»

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