Studie aus Oregon – Tägliches Kiffen lässt die Hoden schrumpfen

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Studie aus OregonTägliches Kiffen lässt die Hoden schrumpfen

Laut einer US-Studie lässt täglicher Marihuana-Konsum bei Männern die Hoden schrumpfen. Auch andere negative Nebenwirkungen soll das exzessive Kiffen mit sich bringen.

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Eine neue Studie aus den USA lässt aufhorchen.

Eine neue Studie aus den USA lässt aufhorchen.

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Männer, die täglich kiffen, schaden möglicherweise ihrer Fortpflanzungsfähigkeit. 

Männer, die täglich kiffen, schaden möglicherweise ihrer Fortpflanzungsfähigkeit.

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Auch nach Abstinenz sollen die Folgen von Cannabis-Konsum noch spürbar sein. 

Auch nach Abstinenz sollen die Folgen von Cannabis-Konsum noch spürbar sein.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Männer, die täglich kiffen, schaden möglicherweise ihrer Fortpflanzungsfähigkeit.

  • US-Forschende haben Affen täglich THC verabreicht.

  • Auch nach Abstinenz sollen die Folgen von Cannabis-Konsum noch spürbar sein.

Eine Studie besagt, dass Marihuana-Konsum einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben soll. Laut US-Forschenden der Oregon Health & Science University drohen auch nach vielen Jahren Abstinenz Folgen für die männliche Fortpflanzungsfähigkeit. Laut den Forschenden können sogar die Hoden bei massivem Konsum schrumpfen.

Studie mit Rhesusaffen

Eine Studie an männlichen Rhesusaffen brachte überraschende Erkenntnisse. Die Tiere erhielten einmal täglich essbares THC, das in Marihuana enthalten ist. Während sieben Monaten wurde die Dosis alle 70 Tage gesteigert. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift «Fertility and Sterility» veröffentlicht. Die Affen hatten vor der Studie bereits Nachwuchs gezeugt, galten also als fruchtbar. «Wir haben eine Abnahme der Hodengrösse um mehr als 50 Prozent beobachtet», erklärt Studienleiterin Jamie Lo in einer Universitätsmitteilung.

Marihuana-Konsum nimmt zu

Mit steigender Dosis habe sich die Wirkung verschlimmert. «Selbst moderate Dosen könnten einen tiefgreifenden Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben», befürchtet Jason Hedges, Hauptautor der Studie. Auch weil der Marihuana-Konsum bei Männern in den USA stetig zunehme. Auch sei besorgniserregend, dass niedrige Testosteronwerte nicht nur die Hoden schrumpfen, sondern auch depressive Verstimmungen, Schlafstörungen, Rückgang der Libido und Rückgang der Muskulatur verursachen würden. Eine ähnliche Studie des Forschungsteams mit weiblichen Rhesusaffen habe gezeigt, dass auch bei ihnen die Fruchtbarkeit gestört wurde.

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(lea)

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