10.08.2017 09:39

ZürichTäter vom Balgristquartier verging sich an Leiche

Ein mysteriöser Tötungsfall im Balgristquartier ist zum Teil geklärt: Ein 32-Jähriger hat seine Untermieterin erwürgt und sich an der Toten sexuell vergangen.

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In diesem inzwischen abgerissenen Haus im Balgristquartier wohnte der Täter.

In diesem inzwischen abgerissenen Haus im Balgristquartier wohnte der Täter.

Stefan Hohler/Tages-Anzeiger

Die Einsatzzentrale war am 20. September 2016 alarmiert worden, dass in einem Mehrfamilienhaus im Kreis 8 eine Frau (28) regungslos in ihrer Wohnung liege. Die Polizei ging von einem Tötungsdelikt aus und verhaftete den Wohnungsmieter, einen Schweizer (32).

Das Opfer, eine Französin, hatte in Frankreich im Telecombereich studiert und war in der Schweiz in einer grossen Unternehmensberatungsfirma als IT-Spezialistin tätig. Sie war rund zwei Monate vor der Tat als Untermieterin in die Wohnung eingezogen.

Wie Staatsanwalt Martin Wyss nun zum «Tages-Anzeiger» sagt, wurde die Frau vom Wohnungsmieter erwürgt. Der Schweizer ist geständig. Nach der Tat verging er sich an der Leiche. Die Staatsanwaltschaft ermittelt neben vorsätzlicher Tötung deshalb auch wegen Störung des Totenfriedens. Noch offen ist die Frage, ob der Mann die Frau bewusst erwürgte oder ob sie versehentlich starb, als er sie würgte. Auch das Tatmotiv ist noch offen, so der Staatsanwalt.

Polizei musste schon früher ausrücken

Opfer und Tatverdächtiger waren kein Paar. Sie hatten sich schon vorher öfter gestritten. Einige Wochen vor der Tat musste die Polizei wegen heftiger Auseinandersetzungen schon mehrmals ausrücken.

Laut einer Nachbarin war der Mann sehr aufdringlich gewesen und habe die Frau unter Kontrolle halten wollen. Vermutlich hatte sich die Tat schon am Vorabend ereignet. Nachbarn hatten einen grossen Streit gehört, dann sei es plötzlich still geworden. Laut einer Anwohnerin kommt der Mann aus der Romandie und arbeitete nicht.

Übernommen vom «Tages-Anzeier», bearbeitet von 20 Minuten.

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