Aktualisiert 04.02.2013 11:53

Jahreszahlen 2012

Tage der Abrechnung für Schweizer Banken

Im Laufe der Woche legen UBS und CS die Zahlen fürs Jahr 2012 offen. Bei der UBS dürfte es wegen des Libor-Skandals einen Verlust absetzen. Bei der CS interessiert vor allem das Eigenkapital.

von
sda/sas
Die UBS präsentiert die Zahlen am Dienstag, die Konkurrentin Credit Suisse am Donnerstag.

Die UBS präsentiert die Zahlen am Dienstag, die Konkurrentin Credit Suisse am Donnerstag.

Diese Woche steht im Zeichen der Banken. Die beiden Grossen sowie die Zürcher Kantonalbank und die Privatbank Julius Bär informieren über ihre Geschäfte im Jahr 2012.

Bei der CS interessieren sich Analysten vor allem für die Kapitalbasis. Bei der UBS geht es um die Frage nach der Höhe des Verlustes: Hier schlagen Kosten im Zusammenhang mit der Verkleinerung der Investmentbank und die Strafzahlungen aus dem Libor-Skandal zu Buche. Unter dem Strich erwarten die Analysten darum einen Verlust. Die UBS gab bereits Ende Jahr bekannt, dass sie im vierten Quartal mit einem Reinverlust von 2,0 Mrd. bis 2,5 Mrd. Franken rechnet.

Grund dafür sind neben den Restrukturierungskosten Belastungen aus der Neubewertung von Schulden, Rückstellungen für Rechtsfälle und regulatorische Angelegenheiten. Beispielsweise wird die UBS für den Libor-Skandal mit 1,4 Mrd. Franken zur Kasse gebeten.

Schwindende Margen in Vermögensverwaltung

Bei der Credit Suisse (CS), die am Donnerstag ihr Jahresergebnis vorlegt, interessiert die Analysten vor allem, ob die Bank sich bezüglich der Vorschriften von Basel III verbessert hat. Diese Vorschriften zielen auf die Stärkung des Eigenkapitals.

CS und UBS kämpfen gemäss Branchenexperten in der Vermögensverwaltung mit Margen - eine Herausforderung, die andauert und alle Banken betrifft. Auch die Bank Julius Bär und die Zürcher Kantonalbank, die ihre Ergebnisse am Montag respektive Freitag offenlegen, spüren diesen Druck.

Libor: Wichtigster Referenzzinssatz der Welt

Der Libor ist ein Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander weltweit Geld ausleihen beziehungweise anbieten. Er wird täglich festgelegt und ist die Grundgrösse für eine Vielzahl von Finanzmarktgeschäften.

Hinter der Abkürzung verbirgt sich die Bezeichnung «London Interbank Offered Rate». Der Libor wird an jedem Arbeitstag um 11.30 Uhr in London mitgeteilt. Das Instrument geht auf das Jahr 1984 zurück und hatte von Anfang an das Ziel, für eine damals schnell wachsende Zahl von Finanzinstrumenten eine einheitliche Basis zu schaffen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.