Schweiz-Wales: Tage der Entscheidung für die Nati
Aktualisiert

Schweiz-WalesTage der Entscheidung für die Nati

Seit 364 Tagen ist die Schweizer Fussball-Nati ungeschlagen. Auch Ottmar Hitzfeld staunt über die Entwicklung seines jungen Teams.

von
Sandro Compagno

Der 62-jährige Deutsche hat seine Nati nach dem Stotterstart in die EM-Ausscheidung radikal verjüngt. Nach den Abgängen von Alex Frei und Marco Streller zwar nicht ganz freiwillig, dafür umso entschlossener. Ein derart fundamentaler Umbau mitten in einer Kampagne kann verglichen werden mit einem Reifenwechsel an einem fahrenden Auto.

Was im Strassenverkehr unweigerlich zu einem Crash führen muss, hatte in der Fussball-Nati ganz andere Effekte. Die Schweiz nahm Fahrt auf. Das 2:2 im Wembley gegen England liess aufhorchen, der überzeugende 3:1-Sieg gegen Bulgarien bestätigte den Aufwärtstrend.

Etwas trocken lobt Hitzfeld die «Qualität der jungen Spieler» wie Xherdan Shaqiri (19), Granit Xhaka (19) oder Fabian Frei (22), die heute das offensive Mittelfeld der Nati bilden werden. Schon weit euphorischer äussert sich sein Assistent Michel Pont: «Diese Jungen sind unglaublich! Sie fürchten nichts und niemanden.»

Die «Titanen» von 2002 (Frei, Grichting, Magnin …) sind weg und schafften Platz für eine neue, vielleicht goldene Generation. Bereits sind zwei U17-Weltmeister von 2009 in Hitzfelds Kader: ­Ricardo Rodriguez und vor allem Spielmacher Xhaka. «Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht», wundert sich selbst Hitzfeld.

Mit vier Punkten aus den letzten beiden Partien hat die Schweiz zwei Runden vor Schluss der EM-Qualifikation bis auf drei Zähler zu Montenegro aufgeschlossen. Das Team um Juve-Star Mirko Vucinic trifft heute auf England; zum Ärger von Ottmar Hitzfeld 15 Minuten später, als die Schweiz gegen Wales startet. Der Nati-Coach fürchtet, dass die Montenegriner diese Viertelstunde für taktische Spielchen nutzen könnten.

Die beste Art, um das zu verhindern, ist ein Sieg heute gegen Wales und am Dienstag im Direktduell gegen Montenegro. Es sind entscheidende Tage für die junge Schweizer Nati.

Hitzfeld kritisiert dei UEFA:

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