Aktualisiert 27.10.2009 09:28

SizilienTagelange Irrfahrt hat ein Ende

Nach tagelanger Irrfahrt zwischen Libyen, Malta und Sizilien sind etwa 300 Bootsflüchtlinge im süditalienischen Hafen von Pozzallo aufgenommen worden. Die Flüchtlinge - darunter 46 Frauen und 29 Kinder - sind in einem extrem schlechten gesundheitlichen Zustand in Sizilien angekommen.

Mindestens ein Mensch starb bei der vermutlich in Libyen gestarteten Überfahrt. Seine Leiche wurde von der Küstenwache auf dem Boot entdeckt. Andere mussten ins Spital gebracht werden. Vier Frauen sind schwanger.

Das überladene Fischerboot war bereits am Freitag von der libyschen Küstenwache gesichtet worden. Sowohl libysche als auch maltesische Behörden hätten jedoch die per Satellitentelefon lancierten Hilferufe der Menschen ignoriert.

Ein italienischer Tanker geleitete das Boot in italienische Gewässer, wo die Flüchtlinge am Montagabend unter schlechtesten Wetterbedingungen an Land gebracht werden konnten. Über ihre Nationalität wurden bisher keine Einzelheiten bekannt.

(sda)

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