Street Parade: Tagesparty im Seebad Enge gestrichen
Aktualisiert

Street ParadeTagesparty im Seebad Enge gestrichen

Erstmals fällt die Daytime-Party im Seebad Enge während der Street Parade aus. Grund: Angst vor der Feuerpolizei.

von
Roman Hodel
Vorbereitungen für die Party 2011 – dieses Jahr gibt es nix zu feiern.

Vorbereitungen für die Party 2011 – dieses Jahr gibt es nix zu feiern.

Sie gehört zum begehrtesten, was der Partykalender an der Street Parade hergibt: Mehrere Hundert Leute feiern seit Jahren jeweils tagsüber im Seebad Enge. Nur wer gute Beziehungen hat, erhält Einlass. Doch am Samstag nützt selbst dies nichts, denn auf den Sonnendecks wird es still bleiben. «Die Enttäuschung bei vielen Stammgästen ist riesig, aber leider mussten wir den Event aus Kapazitätsgründen streichen», sagt Tom Maurer vom Seebad Enge. «Es gab Anzeichen dafür, dass die Feuerpolizei Kontrollen durchführen wird, und da hätten wir trotz Bewilligung Ärger riskiert.»

Im Seebad Enge sind bei Events nur 100 Personen gleichzeitig erlaubt. Mehr geht nicht, weil es nur einen begehbaren Fluchtweg gibt – über den Steg. Der See gilt nicht als Fluchtweg. «Die Bestimmungen sind seit über zehn Jahren gültig», sagt Roland Portmann, Sprecher von Schutz & Rettung. Trotzdem fand die Party mehrmals statt. «Wir haben kein Auge zugedrückt – es gab Stichproben», so Portmann. «Wenn nötig, hätten unsere Leute eingegriffen.»

Um die Kapazität künftig zu erhöhen, bräuchte es bauliche Massnahmen – etwa einen zweiten Steg. «Wünschenswert wäre daher ein runder Tisch zusammen mit der Stadt als Eigentümerin und dem Kanton, der für die Gewässer zuständig ist», so Maurer. «Wir hoffen, dass wir für 2013 eine Lösung finden, denn neben der Street Parade ist dann auch noch Züri-Fäscht.»

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