Aktualisiert 26.10.2010 19:10

Jugendschutz

Tagung zu Games, Alkohol und Drogen

Gewalt, Games, Suchtmittel und neue Medien: 150 Fachleute diskutieren am Forum in Basel für Suchtfragen über die aktuelle Jugendkultur.

von
Denise Dollinger
Für viele Jugendliche ist Gamen längst zur Sucht geworden. (ap)

Für viele Jugendliche ist Gamen längst zur Sucht geworden. (ap)

Basler Jugendliche sitzen pro Tag rund vier Stunden vor dem Fernseher und dem Computer, insgesamt 21 Prozent rauchen und 17 Prozent konsumieren einmal die Woche Alkohol. In der Tagung «Killergames, Barbie & Co. – Prävention trifft ­Jugendkultur» wird morgen von Experten aus der ganzen Schweiz rund um das Thema Jugend, Sucht und Medien diskutiert. «Eine zentrale Frage ist etwa, inwiefern Jugendliche heute anders sind als früher», sagt Thomas Steffen, Leiter Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention. Erwachsene müssten den Jugendlichen in erster Linie eine unterstützende Beratung geben. «Zeigefinger-Prävention bringt nichts», so Steffen.

Kiffen die 11- bis 18-Jährigen weniger als noch vor zehn Jahren, ist das Thema Spielsucht dafür aktueller denn je. In Steffens Augen ein ganz heimtückisches Problem: «Ich weiss von Jugendlichen die nächtelang gezockt haben – ohne dass dies von den Eltern bemerkt wurde.» Erst durch den Leistungsabfall in der Schule wurde die Sucht aufgedeckt.

Und auch mit dem neuen Projekt «Tom und Lisa», das kurz vor der Startphase steht, wird der Nerv der Zeit getroffen. «Alkohol und neue Medien sind die Themen, die wir dort in Workshops mit den Schulklassen angehen», so Steffen.

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