Ol-WM Tagebuch: «Tagwacht um 6 Uhr früh»
Aktualisiert

Ol-WM Tagebuch«Tagwacht um 6 Uhr früh»

Für die Langdistanz-Qualifikation von gestern bin ich schon um
6 Uhr aufgestanden, um früh genug vor dem Start frühstücken zu können. Vor dieser Disziplin esse ich jeweils Vollkornbrot und vor allem Müesli – ich habe extra mein eigenes Müesli nach Ungarn mitgebracht.

von
Marc Lauenstein

Da weiss ich, dass ich es gut vertrage und dass es viel Energie für den langen Einsatz gibt.

Um 9:54 war mein Start, rund eine Stunde später erreichte ich das Ziel. Meine Rangierung war ganz okay, aber ich hätte nicht gedacht, dass ich nach meinen Fehlern noch Fünfter werde! Doch eigentlich spielt die Quali-Klassierung keine grosse Rolle, denn im Final beginnt alles wieder bei null. Natürlich denke ich immer wieder an meine beiden WM-Podestplätze in dieser Disziplin, doch jetzt verdränge ich solche Gedanken bewusst.

Ich richte meinen Fokus auf das, was ich im Hinblick auf den Final beeinflussen kann: also zum Beispiel mit viel Speed laufen und mich im Wettkampf gut auf die Karte und das Gelände konzentrieren. Darum habe ich meine Fehler am Nachmittag nach der Qualifikation analysiert und mache am Mittwoch noch ein Spezialtraining auf der Quali-Karte. Am Donnerstag fahre ich extra in die Slowakei, wo es im grenznahen Gebiet ähnliche Wälder gibt wie im Final am Sonntag.

Marc Lauenstein (28) nimmt in Ungarn zum siebten Mal an einer OL-WM teil. 2005 und 2006 gewann er jeweils Silber in der Langdistanz.

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