«Wipha»: Taifun fordert in Japan mindestens 14 Todesopfer
Aktualisiert

«Wipha»Taifun fordert in Japan mindestens 14 Todesopfer

Der schwerste Taifun seit zehn Jahren hat in Japan ganze Landstriche verwüstet und auf einer Halbinsel nahe Tokio mehrere Menschen getötet.

Bei einem heftigen Taifun sind in Japan mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Die heftigen Sturmböen zertrümmerten laut japanischen Medienberichten einzelne Häuser auf der Halbinsel Izu nahe Tokio. In der Haupstadt wurde der Bahn- und Flugverkehr behindert. Allein auf der besonders schwer betroffenen Insel Izu Oshima, 120 Kilometer südlich der Hauptstadt Tokio, kamen am Mittwoch 13 Menschen bei schweren Sturmböen und Rekordregenfällen ums Leben.

Das berichteten örtliche Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Dutzende Häuser liegen in Trümmern. Im zu Tokio gehörenden Ort Machida starb eine Frau in den Fluten eines Flusses.

Wie der japanische Fernsehsender NHK am Mittwoch berichtete, entdeckte die Polizei auf der nahe Tokio gelegenen Halbinsel Izu sieben Leichen. Mindestens 30 Häuser wurden dort zerstört, Bäume und Strommasten stürzten um, Strassen blockiert. Zu mindestens 35 Menschen bestehe derzeit kein Kontakt, hiess es.

Zwei kleine Buben von Welle erfasst

Im zu Tokio gehörenden Ort Machida starb eine Frau in den Fluten eines angeschwollenen Flusses. In der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa wurden zudem zwei kleine Jungen von einer Welle erfasst und galten als vermisst, wie der japanische Fernsehsender NHK meldete.

Wegen des Sturms traten Flüsse über die Ufer. Hunderte Schulen blieben geschlossen. In Tausenden von Haushalten fiel zeitweise der Strom aus.

Entwarnung für Fukushima

In der Atomruine Fukushima pumpten die Reparaturtrupps Regenwasser aus Auffangbecken um die zahlreichen Tankbehälter ab, in denen verstrahltes Kühlwasser gelagert wird. Die Strahlenbelastung des Regenwassers läge aber unter den Grenzwerten.

Der Taifun Wipha gilt als der schwerste seit zehn Jahren. Er bewegte sich mit Windgeschwindigkeiten nahe seinem Zentrum von bis zu 180 Kilometern in der Stunde über dem Meer in nordöstliche Richtung weiter. Er dürfte sich aber über dem Pazifik abschwächen, hiess es weiter.

Der Taifun Wipha gilt als der schwerste seit zehn Jahren. Er bewegte sich mit Windgeschwindigkeiten nahe seinem Zentrum von bis zu 180 Kilometern in der Stunde über dem Meer in nordöstliche Richtung weiter. Er dürfte sich aber über dem Pazifik abschwächen, hiess es weiter.

Mindestens neun Tote nach Schiffbruch vor Südkorea

Vor der Küste Südkoreas sind neun Besatzungsmitglieder eines Frachters ums Leben gekommen. Zwei Menschen werden noch vermisst, acht Seeleute wurden mehr als 14 Stunden nach dem Unglück geborgen, wie die Küstenwache am Mittwoch mitteile.

Das bei der Stadt Pohang vor Anker liegende Schiff war bei hohem Wellengang an die Uferbefestigung geschlagen und teilweise untergegangen. Wegen des schlechten Wetters gelang es den Rettungskräften erst nach Stunden, zu dem Havaristen vorzudringen, die Überlebenden aufzunehmen und die Leichen zu bergen.

Das Schiff fuhr unter der Flagge von Panama. Es hatte seine Ladung von 130 Tonnen Schweröl und Dieseltreibstoff bereits gelöscht und war auf dem Weg nach Japan. Bei der Besatzung handelte es sich um 18 Chinesen und einen Vietnamesen. (AP)

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