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Wie schlimm wird es?Taifun nähert sich Olympia-Region – Wetterbehörde warnt

Ein Taifun bewegt sich auf Japan zu. Die Wetterbehörde warnt vor dem Sturm. Das Organisationskomitee der Spiele bereitet sich vor und beschwichtigt.

von
Nils Hänggi
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Wie die nationale Wetterbehörde sagte, dürfte sich der Wirbelsturm – der Achte der Saison – gegen Dienstag dem Osten und Nordosten des Inselreiches nähern und droht, im Gebiet um die Olympia-Stadt Tokio, auf Land zu treffen.

Wie die nationale Wetterbehörde sagte, dürfte sich der Wirbelsturm – der Achte der Saison – gegen Dienstag dem Osten und Nordosten des Inselreiches nähern und droht, im Gebiet um die Olympia-Stadt Tokio, auf Land zu treffen.

Stanislav Kogiku/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa
Hier ist er zu sehen: Der Taifun, der sich auf Japan zubewegt. 

Hier ist er zu sehen: Der Taifun, der sich auf Japan zubewegt.

DPA
Nicola Spirig will die dritte Olympia-Medaille in Serie. Schafft sie es?

Nicola Spirig will die dritte Olympia-Medaille in Serie. Schafft sie es?

REUTERS

Darum gehts

  • Das japanische Wetteramt warnt vor einem Taifun.

  • Schutzmassnahmen werden ergriffen, Wettbewerbe verschoben.

  • Auch Nicola Spirig könnte vom Taifun betroffen sein.

Sorgt ein Taifun für Chaos bei den Olympischen Spielen? Möglich ist es. So nimmt der Taifun «Nepartak» Kurs auf Japan und somit die Olympia-Region. Am Sonntag bewegte er sich über dem Pazifik mit Windgeschwindigkeiten nahe seines Zentrums von gut 100 Kilometern in der Stunde weiter in Richtung der japanischen Hauptinsel Honshu. Wie die nationale Wetterbehörde sagte, dürfte sich der Wirbelsturm – der Achte der Saison – gegen Dienstag dem Osten und Nordosten des Inselreiches nähern und droht, im Gebiet um die Olympia-Stadt Tokio, auf Land zu treffen.

Die Folge: Die japanische Wetterbehörde warnte vor heftigen Regenfällen, stürmischen Winden und hohem Wellengang. Und auch das Organisationskomitee der Spiele stellt sich nach eigenen Angaben auf den Taifun ein. Als erste Vorsichtsmassnahme wurden Ruderwettbewerbe vom Montag auf das Wochenende vorgezogen und die für Dienstag geplanten Läufe auf später in der Woche verschoben. Kräftige Winde und starke Windböen könnten am Dienstag für ungleiche Bedingungen sorgen und eventuell die Ruderrennen gänzlich unmöglich machen, erklärte das IOC.

«Man muss nicht allzu besorgt sein»

Und auch die Schweizer Triathletin Nicola Spirig könnte es treffen. Die 39-Jährige startet am Dienstagmorgen (gegen Mitternacht in der Schweiz) im Triathlon. Zeitweise sah es so aus, als ob der Triathlon verschoben werden muss. Danach sieht es zwar nicht mehr aus – doch Auswirkungen kann es dennoch haben. Starker Regen, nasse Strassen, Wind. Dazu eine Hitze, über die sich schon viele Olympia-Sportlerinnen und Sportler in den letzten Tagen beklagt haben. Trotz dieser Widrigkeiten: Nicola Spirig hat ein klares Ziel vor Augen. Sie will ihre dritte Olympia-Medaille in Serie gewinnen – nach Gold 2012 in London und Silber 2016 in Rio de Janeiro (Rennen gibt es bei uns live im Ticker).

Während manche Expertinnen und Experten also bereits bangen und – wie erwähnt – bereits Wettbewerbe verschoben worden sind, gibt es auch diejenigen, die die Gefahr relativieren. So sagte ein Sprecher des Organisationskomitees: «Man muss nicht allzu besorgt sein.» Nach US-Standard handle es sich nicht einmal um einen Taifun, sondern nur um einen Tropensturm. Und: «Der Sturm wird voraussichtlich im Nordosten Japans auf Land treffen und sich bald darauf am Japan-Meer zu einer Tiefdruckzone abschwächen.»

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