Aktualisiert 12.01.2013 20:33

SnowboardTalent Hablützel besser als der Olympia-Dritte

David Hablützel erreichte in Copper Mountain (USA) beim erst zweiten Halfpipe-Weltcup seiner Karriere eine Top-10-Klassierung.

David Hablützel erreichte in Copper Mountain (USA) beim erst zweiten Halfpipe-Weltcup seiner Karriere eine Top-10-Klassierung. Der 16-jährige Zürcher reihte sich auf der FIS-Tour vor dem Olympia-Dritten Scott Lago ein und löste das WM-Ticket.

Ausser des Doppel-Olympiasiegers Shaun White und Iouri Podladtchikov fehlte in Colorado keiner der internationalen Snowboard-Elite. Nicht zu schlagen war beim ersten US-Grand-Prix der australische FIS-Weltmeister Nathan Johnstone.

Mit einem perfekten «Frontside 1080» auf beachtlicher Höhe demonstrierte Halblützel eindrücklich, weshalb ihm Experten das Potenzial für einen Olympia-Startplatz attestieren. «Schon die Qualifikation für den Final in einem Wettkampf mit 90 Teilnehmern ist extrem hoch einzuschätzen», freute sich Chef-Trainer Pepe Regazzi über den Exploit seines jüngsten Riders.

«Er hat die Tricks technisch gut umgesetzt. Dave fliegt schon jetzt sehr hoch und ruhig. Das ist mittlerweile die halbe Miete», beurteilt Regazzi die Perspektiven Halblützels als überaus günstig. Die B-Limite für die Winterspiele in Sotschi (gefordert sind zwei Top-20-Rangierungen im Weltcup) hat er bereits zur Hälfte erfüllt.

Hablützel hat auf verschiedenen Stufen schon mehrfach brilliert. Vor Jahresfrist gewann er im Slopestyle-Wettbewerb der olympischen Jugend-Spiele Bronze. Kurz vor dem US-Trip besiegte der Junior in Davos in der nationalen Snowboard-Serie sämtliche älteren Konkurrenten.

Der Sportgymnasiast aus Zumikon ist eine Woche vor den FIS-Titelkämpfen in Stoneham intern zur Nummer 3 hinter den gesetzten Iouri Podladtchikov und Christian Haller aufgestiegen. Um die übrige Startmöglichkeit werden sich Lucien Koch und Lars Bachmann duellieren - beide hatten den Cut der Qualifikation nicht überstanden.

Aus Schweizer Optik war nicht mit einem Final-Vorstoss zu rechnen gewesen, zumal Podladtchikov und Christian Haller in Absprache mit Swiss-Snowboard auf einen Start verzichteten. Sie zogen private Trainingseinheiten in einer vom gemeinsamen Haupt-Sponsor bereitgestellten Pipe in Kalifornien dem hochklassigen Event in Copper vor. (si)

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