Juso-Präsidentin: Tamara Funiciello findet den Song «079» sexistisch
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Juso-PräsidentinTamara Funiciello findet den Song «079» sexistisch

Die Juso-Präsidentin übt Kritik am Inhalt des Sommerhits «079» von Lo & Leduc.

von
kat
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Tamara Funiciello stösst sich am Inhalt des grössten Schweizer Hits von Lo & Leduc. Für sie ist der Song sexistisch.

Tamara Funiciello stösst sich am Inhalt des grössten Schweizer Hits von Lo & Leduc. Für sie ist der Song sexistisch.

Keystone/Peter Schneider
Für Nils Fiechter, Präsident der JSVP Bern, sind die Aussagen Funiciellos eine Frechheit, da alle Hörer des Songs pauschal als Sexisten verunglimpft würden. (Archivbild)

Für Nils Fiechter, Präsident der JSVP Bern, sind die Aussagen Funiciellos eine Frechheit, da alle Hörer des Songs pauschal als Sexisten verunglimpft würden. (Archivbild)

Lo & Leducs Ohrwurm «079» hielt sich wochenweise ununterbrochen an der Spitze der Schweizer Singlecharts.

Lo & Leducs Ohrwurm «079» hielt sich wochenweise ununterbrochen an der Spitze der Schweizer Singlecharts.

Viele Leute lieben ihn, manche haben ihn vielleicht schon zu oft gehört und wieder anderen gefällt er gar nicht: «079», der grösste Schweizer Hit aller Zeiten von Lo & Leduc wird im Radio rauf und runter gespielt.

Nun hat sich Juso-Präsidentin Tamara Funiciello kritisch über den Inhalt des Songs geäussert. Dieser sei sexistisch, wie sie in einem Beitrag von «Tele Bärn» sagt. «Ich habe mich dazu entschieden, die Spielverderberin zu sein. Ja, das Lied ist cool und nett, aber es hat eben auch gewisse problematische Inhalte.»

Gemeint ist damit, dass in dem Lied ein Mann wiederholt versuche, an die Handynummer einer Frau zu gelangen, obwohl diese klar Nein sage. «Wir müssen uns fragen, ob wir solches Verhalten in unserer Gesellschaft wollen oder nicht, und auch, wo solches eigentlich hinführt.»

«Funiciello soll sich Hilfe holen»

Für Nils Fiechter von der Jungen SVP sind die Aussagen Funiciellos ein Frechheit. Damit verunglimpfe sie alle Fans und Hörer von «079» pauschal als Sexisten. Er empfehle Frau Funiciello, sich professionelle Hilfe zu holen. «In diesem Sinne 144 hei mer gseit», sagt er im Beitrag von Tele Bärn.

Bei Politik-Wissenschaftler Marc Bühlmann löste das Argument von Tamara Funiciello zunächst eher Belustigung aus. Bei näherer Reflektion räumte er jedoch ein, dass einige Elemente eine Gender-Diskussion auslösen und «man sich an gewisse Dinge zu fest gewöhnt habe, an die man gar nicht gewöhnt sein sollte».

Lo & Leduc waren für eine Stellungnahme bislang nicht erreichbar.

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